Es ist gute Tradition bei einem Familienfest, z.B. Hochzeit, Taufe, Geburtstag, als Ausdruck der Zuversicht in eine gute Zukunft einen Baum zu pflanzen. Gemeinde Limburgerhof und Lokale Agenda möchten diesen Brauch wieder aufleben lassen. Als Ort für diese Baumpflanzungen bietet die Gemeinde Limburgerhof den Park beim Schlösschen an.
Ziel der Aktion „Lebensbaum“ Ziel der Pflanzungen im Rahmen der Aktion „Lebensbaum“ ist es einerseits, bestimmte freie Stellen im Park locker zu bepflanzen, andererseits Lücken im Altbaumbestand wieder zu ersetzen bzw. zu füllen, so dass der Park wieder eine geschlossene Einheit bildet. Dabei liegt das Schwergewicht auf Baumarten, die mit den etwas problematischen Standortverhältnissen gut zurecht kommen. Die Initiatoren hoffen, dass der Park so auch in Zukunft ein Ort vitalen gesellschaftlichen und kulturellen Lebens sein wird.
Rahmenbedingungen Es bestehen zwei Möglichkeiten für die Baumspende: 1. Baumarten für festgelegte freie Flächen Vorgesehen sind Zierkirsche und Zierapfel. Zunächst ist hierfür ein Areal im Park, in der Nordwestecke nahe dem Wendehammer der Eschkopfstraße, ausgewiesen. Kosten für den Spender: 150 € je Baum. 2. Nachpflanzungen im Altbestand Baumart nach Absprache mit dem Bauhof; hierbei handelt es sich um wertvollere und schon größere Bäume. Kosten für den Spender: 350 € je Baum. In den Kosten sind Kaufpreis und die Arbeiten für die Pflanzung enthalten. Diese erfolgt durch den Bauhof, auf Wunsch im Beisein des Spenders. Die weitere Pflege übernimmt der Bauhof. Jeder Spender/jede Spenderin erhält eine Urkunde, ausgestellt vom Bürgermeister. Auf einem beigefügten Lageplan sind Standort und Nummer des Baumes angegeben. Der Spender entscheidet, ob die Baumspende im Amtsblatt veröffentlicht werden soll.
Nähere Auskunft gibt es im Bürgerbüro der Gemeindeverwaltung, Ortszentrum, Burgunder Platz, Telefon 06236/691-160 buergerbuero@limburgerhof.de oder bei der Lokalen Agenda Limburgerhof Umwelt – Natur – Tierschutz (Sprechzeiten montags von 14 – 15 Uhr) im Rathaus, Zimmer 30, Telefon 06236/691-130 netzwerk@limburgerhof.de
Zur Geschichte des Parks Es sind bald 170 Jahre vergangen, seit die Gräfin Friederike Freifrau Waldner de Freundstein das Schlösschen erbauen ließ, vollendet durch ihre Schwester Auguste. Mit der Fertigstellung des Turmes 1845 beginnt auch die Geschichte des Parks. Wahrscheinlich unter Mitwirkung von Gartenbaudirektor Zeyhes entstand er im englischen Stil. Die Pflanzen kamen zum Teil von der Großherzoglichen Gärtnerei in Karlsruhe. Von den seinerzeit eingesetzten niedrigwüchsigen Arten sind heute im Park keine mehr anzutreffen. Lediglich die Eibe (Taxus baccata) ist noch von den ursprünglichen Pflanzenarten vorhanden. Alle anderen stammen aus späteren Pflanzaktionen. Der Baumbestand setzt sich im Kern aus bodenständigen Arten zusammen, die sich durch Selbstaussaat vermehrt haben, wie Stieleiche, Spitzahorn, Feldulme und Esche, wovon einige gut 200 Jahre und damit älter als der Park sind. Die Ulme ist leider durch das Ulmensterben stark zurückgegangen. Als Exoten haben sich der Götterbaum und vor allem der Zürgelbaum behauptet.
|