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2009 Jahresbericht

Jahresbericht 2009



Der Schwerpunkt der Arbeiten der Lokalen Agenda lag im Berichtsjahr 2009 beim Lehrpfad Wiesenweg. Aber auch in den anderen Aufgabengebieten gab es erfreuliche Entwicklungen. In erheblichem Maße haben zu dem Erfolg in diesem Jahr neben anderen die Unterstützung durch den 2. Beigeordneten Willi Dörfler, durch den Bürgermeister Dr. Peter Kern und durch die Untere Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung beigetragen.

I. Aktivitäten:
1. Lehrpfad am Wiesenweg: Am 28.05.2009 fand die feierliche Einweihung des Lehrpfades am Wiesenweg in Gegenwart aller Beteiligten von der Kreisverwaltung bis zur Presse statt. Danach wurde der Lehrpfad auch einem Teil der Schul-/Kita-Leiter/Leiterinnen vorgestellt. Bisher stehen dort vonseiten der LA 4 Lehrtafeln: „Geschichte des Bruches“, „Ökosystem Feuchtgebiet“, „Einheimische Vögel“ und „Schmetterlinge – faszinierende Insekten“. Die Herstellung der 2 Tafeln über „Renaturierung des Bruches durch Ansiedlung der Hochlandrinder“ und „Zur Herde der Hochlandrinder“ von Herrn Engelhard hat sich verzögert; Zusage besteht für Frühjahr 2010. In Vorbereitung sind die Lehrtafeln 7 „Insektenhotel“ und 8 „Friedliche Brummer – Wildbienen und Hummeln“; Aufstellung im Frühjahr 2010. Dann erfolgt auch aktive Werbung für Führungen von Kita-Gruppen und Schulklassen. Die Verwaltung (Bauhof) hat bereits braune Hinweisschilder für den Lehrpfad angebracht.
Zur Finanzierung trugen bisher die Untere Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung (jeweils 90% der Materialkosten), die Gemeindeverwaltung (mit jeweils der weiteren 10% dieser Kosten), der Bauhof durch Übernahme der Bodenvorbereitung und Aufstellung der Tafeln, die Firmen Wächter; Limburgerhof, und Arnold, Neuhofen, durch Bereitstellung der Werkstätten und aktive Mithilfe beim Aufstellen der Tafeln sowie die Kreissparkasse Limburgerhof und andere private Spender bei. Schließlich sind erhebliche Eigenleistungen und Sachspenden der Mitglieder der LA mit eingeflossen.
Der Erste Beigeordnete beim Landkreis, Michael Elster, hat zugesagt, von der Kreisverwaltung Mittel für 2 Boxen für Hundekottüten bereit zu stellen.
Ein Flyer, der u.a. auch im Bürgerbüro ausliegt, soll dieses Vorhaben unterstützen.
2. Aktion Lebensbaum: Überraschend gut entwickelte sich die Aktion für Lebensbäume im Park. Nach 2 Baumspenden im Herbst 2008 kamen im Berichtsjahr 8 weitere hinzu, und zwar 1 Lebensbaum zu 150 €, 7 Lebensbäume zu 350 €. 1 weiterer Lebensbaum ist bereits angemeldet. Das ist ein Hinweis darauf, dass viele Bürger ganz bewusst ein solches Zeichen der Naturverbundenheit setzen wollen. Darüber hinaus hat die Gemeinde dadurch einen echten Nutzen. Die Organisation läuft über das Bürgerbüro (hierfür besteht ein interner „Leitfaden“, der den Ablauf regelt), Pflanzung und Pflege liegen beim Bauhof. Unterstützt wird die Aktion durch einen Flyer mit allen wichtigen Hinweisen.
3. Aktion Bänke: Für diese Bürgeraktion ging eine Spende in Höhe von 500 € von Familie Bastian, Neuhofen, ein. 2 weitere Bankspenden sind angekündigt. Vorgesehen sind diese Bänke vor allem für den Lehrpfad an Standorten mit besonders interessanten Einblicken in das Bruchgelände. Die nächsten Bankspenden sollen für den Friedhof sein.
4. Fuß-/Radwege: Seit über 4 Jahren suchten wir gemeinsam mit dem Ordnungsamt und der von der Verwaltung einberufenen „Verkehrsschau“ nach einer Verbesserung des Fußweges entlang der Ecke des Restaurants „Zum Senat“. Rollstuhlfahrer und Personen mit Gehwagen sowie auch Fußgänger mussten dort oft auf die recht verkehrsreiche Rheinstraße ausweichen, und dies oft in Gegenrichtung zum Verkehr; hinzu kommen die dort – zwar nicht legal – fahrenden Radler. Nicht zuletzt dank Unterstützung einer Gemeinderatsfraktion wurden die verkehrsstörenden Bäume jetzt entfernt! Nach wie vor wünschen wir uns allerdings eine Erweiterung dieses Weges zum offiziellen Fuß-/Radweg als Verbindungsstück des Radweges von der Rheinstraße zur Speyerer Straße. Gespräche der Verwaltung mit der Eigentümerversammlung der Bewohner am Burgunderplatz laufen.
Am Odenwaldring ist die eigentlich vorgesehene Auffüllung des Radweges auf das Niveau des Fußweges nicht vollständig gelungen. Die vorliegende Lösung kann aus unserer Sicht nur als Provisorium angesehen werden.
Am Fuß-/Radweg Ecke Brunck-/Carl-Bosch-Straße gibt es aus Haftungsgründen bisher keine verkehrsrechtlich befriedigende Lösung. Wir haben daher diesen Punkt aus unserer Liste der Vorhaben gestrichen. Wir sind gespannt, welchen Erfolg der Seniorenbeirat mit seinem diesbezüglichen Antrag hat.
5. Friedhof: Dem Friedhof waren im Berichtsjahr 2 Begehungen gewidmet. Die Urnengräberwand wurde inzwischen auf 5 Elemente mit jeweils 14 Kammern erweitert. Davon sind 3 Elemente voll belegt. Erfreulicherweise kam unser Vorschlag, für eine Möglichkeit der Ablage von Blumengebinden und Ewigen Lichtern zu sorgen, mit einer sehr schönen Lösung nun zum Tragen.
Weitere Vorschläge werden je nach Finanzlage aufgegriffen: Sichtschutz am Rundweg entlang des „Lagerplatzes“, verbesserte Schilder über die Friedhofsordnung an allen 5 Eingängen zum Friedhof und mittelfristig am Haupteingang auch eine Übersichtstafel über die Gräberfelder zur besseren Orientierung für auswärtige Besucher.
6. Sicherer Schulweg: Unsere Anregung, für die Schulkinder der Domholzschule auch die Möglichkeit zu schaffen, vom Dieselweg aus über den Schulhof in die Schule zu gelangen, wurde von Bauausschuss und Rat zügig beschlossen und von der Verwaltung schnell in die Tat umgesetzt. In diesem Zusammenhang besteht nach wie vor der Wunsch nach einer sichereren Überquerung des Mühlweges für die Schulkinder, zumal hier der Straßenverkehr durch die geänderte Verkehrsregelung (Aufhebung der Einbahnstraße im östlichen Teil) zugenommen hat.
Zum Schulbeginn wurden wieder kleine Plakate mit der „Flotten Lotte“ als Warnschilder in den Schulwegbereichen angebracht. Das Amtsblatt stellte eine Titelseite zur Verfügung.
7. Tierschutz: Da unser Tierschutzfachmann allmählich mit vorübergehender Aufbewahrung von Fundtieren (vor allem Katzen) oder verletzten Tieren überfordert wurde, haben wir mit dem Ordnungsamt nach einer Lösung gesucht. Im Amtsblatt Nr. 45/2009 veröffentlichte das Ordnungsamt zweimal eine Anleitung zum „Verhalten bei Auffinden von Fundtieren“. Diese Mitteilung enthält alle rechtlichen Hinweise und die Vorgehensweise in einem solchen Falle. Dabei ist das Bürgerbüro erste Anlaufstelle, an Feiertagen und Wochenenden die Polizei in Schifferstadt.
8. Sonnenblumenwettbewerb: Der nun schon traditionelle Sonnenblumenwettbewerb für Schulkinder an der Domholzschule wurde wieder sehr gut angenommen. Dank der Spenden vieler Geschäftsleute und von Geldinstituten konnte allen beteiligten Kindern in Gegenwart des Bürgermeisters Preise übergeben werden.

II. Anregungen und Hinweise an die Gemeindeverwaltung (u.a. nach Ortsbegehungen; hier nur die wichtigsten Ereignisse):
1. Blumenschmuck am Burgunder Platz: Als Aushängeschild für die Gemeinde sollte dem Blumenschmuck am Burgunder Platz mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.
2. Lautsprecheranlage im Ratssaal: Die Akustik im großen Ratssaal ist schlecht. Vor allem das im hinteren Teil des Saales sitzende Publikum hat Mühe, einen Teil der Diskussionsbeiträge zu verstehen. Damit wird keine „Öffentlichkeit“ geschaffen. Eine Lautsprecheranlage sollte Abhilfe schaffen.
3. Gatter an Eingängen zum Park: Diese Gatter sind zum Teil beschädigt und verbogen, sie stehen ohnehin oft offen. Unser Vorschlag: Einfache herausnehmbare Stangen jeweils in die Mitte des Durchganges setzen.
4. Baumkonzept: Im Zusammenhang mit den Neupflanzungen über die Aktion Lebensbaum einerseits und der notwendigen Beseitigung von Bäumen im Fußweg oder Verkehrsbereich andererseits sollte ein schon früher vom „Grünen Kreis“ entworfenes Baumkonzept für die Gemeinde aktiviert werden.
5. Fischtreppe: Infolge der Änderung der Wasserführung Ranschgraben/Rehbach durch die Anlage einer Fischtreppe erhält der Rehbach am Mühlrad beim Gutsbetrieb Rehhütte oft zu wenig Wasser. Bei zu geringer Wasserführung kann es dort zu Geruchsbelästigungen kommen.


III. Verschiedenes:
1. Persönliches: Zu Jahresbeginn fand turnusgemäß die Wahl des Sprechers und des Schriftführers für die nächsten 5 Jahre statt. Werner Mattern als Sprecher und Dr. Hellmut Sturm als Schriftführer wurden wiedergewählt. Sprecher und Schriftführer vertreten sich gegenseitig. Sollten beide ausfallen, wurde Rolf Heeser als Vertreter des Sprechers gewählt. Für den Vertreter des Schriftführers ist eine Nachwahl notwendig.
Im April 2009 verstarb ganz plötzlich unser Mitglied Adolf Bonato. Herr Bonato hat sich besonders für die Aktion Bänke eingesetzt, er arbeitete aber auch bei anderen Vorhaben mit.
2. Kontakt zum Sachgebiet Finanzen der Gemeinde: Da bei unseren Vorhaben inzwischen mehr Bewegungen auf dem Durchlaufkonto der LA bei der Gemeindeverwaltung entstehen, wurde der offizielle Kontakt zum Sachgebiet Finanzen dem Schriftführer übertragen.
3. 10 Jahre Lokale Agenda Mutterstadt: An der dortigen Feier nahmen 2 Mitglieder unserer LA teil.
4. Umweltpreis: 3 Mitglieder nahmen an der Verleihung des Umweltpreises vom Rheinpfalzkreis für die Agenda 21 Römerberg teil.
4. Sitzungen: 6 Vollversammlungen der Mitglieder, 5 Begehungen im Ortsbereich, Friedhof und am Dudenhofener Forstlehrpfad.
5. Presse-Veröffentlichungen: 15 im Amtsblatt, 6 in „Die Rheinpfalz“.
6. Mitgliederbewegung: Im Berichtsjahr 2009 verloren wir 1 Mitglied durch Todesfall, 1 Mitglied durch Austritt (andere starke Arbeitsbelastung), 1 Mitglied wegen gesundheitlicher Probleme. Damit hat die LA zum Jahreswechsel 11 Mitglieder.
7. Kassenstand: Die Einnahmen auf dem Durchlaufkonto bei der Gemeindeverwaltung durch Spenden und durch Zuwendungen von Kreisverwaltung und Gemeinde lagen 2009 bei 2.162,23 €, die Ausgaben für die Anschaffung von Material für den Lehrpfad am Wiesenweg bei 1.222,65 €. Somit ergibt sich zum Jahresende ein Kassenstand von 933,58 €.

Mitgliederwerbung: Zum Schluss noch ein Thema in eigener Sache. Wie bereits im Vorjahr erwähnt, suchen wir für die Arbeit in der Lokalen Agenda dringend weitere Mitglieder. Hierzu erstellten wir einen Flyer, der über alle wichtigen Fragen zu unserer Arbeit Auskunft gibt. Dieser Flyer wird auch im Bürgerbüro, im Mehrgenerationenhaus, bei den Kirchen und anderen Stellen ausgelegt. Wir bitten Sie, in Ihrem Bekanntenkreis und bei Ihrer Arbeit in der Bevölkerung auf unser Anliegen aufmerksam zu machen. Die Mitarbeit in der Lokalen Agenda beansprucht nur einen geringen Zeitaufwand. Sie bringt aber viele Kontakte mit anderen Menschen sowie mit anderen Problemen als die des Alltags und schafft nicht zuletzt auch Befriedigung.

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