Paul Tremmel und sein 38. Buch „Er ist uns zum Geschenk geworden!“, sagte Bürgermeister Peter Kern über Mundartdichter Paul Tremmel, der im Kultursaal vor zahlreichem Publikum sein neues Buch vorstellte. „E Schees voll Sach“ ist das 38. Werk des Autors, das dieser in seiner Eigenschaft als Turmschreiber von Limburgerhof im Jubiläumsjahr zu Papier brachte. Landrat Werner Schröter erklärte Tremmel zur „Pälzer Ausles’“. Über einen Meter Mundart zum Nachdenken und Lachen nehmen die 38 Bände des Dichters im Bücherregal ein berichtete der Ordensmeister der Weinbruderschaft der Pfalz, Fritz Schumann, bei seiner Laudatio. Und „Dichter-Tochter“ Waltraud Meißner meinte „Iwwer’n Paul Tremmel was ze saage, heeßt Wasser in de Rhei neitraage!“ Das Titelbild des neuen Buchs zeigt den Verfasser mit einer „Schees voll Sach“ in Begleitung der Sängerin Margit Sponheimar sowie der Limburgerhofer Kinder Katharina und Johannes Weber hinter seinem Domizil, dem Turm im Park. Auf 112 Seiten setzt er seine Gedanken um, die ihm beim Blick von seinem Turmzimmer aus durch den Kopf gingen. Viel Besinnliches und Hintergründiges, gewürzt mit dem Tremmel eigenen Pfälzer Witz und Humor. So berichtet er über die Entstehung Limburgerhofs: „... dass alles sich zusamme find, so hott mer dann denn Ort gegründt, was wohl - des sieht mer heit ganz klar, jo offenbar kenn Fehler war.“ Die Gedanken schweifen aber weiter in die Region. „Die Palz - des is jetzt net geunkt, des is de Welt ehr’n Mittelpunkt.“ Der ehemalige Betriebsleiter eines Steinbruchs, seit 1972 als Dichter tätig, beschäftigt sich mit den Jahreszeiten und der „Schoofskält“, erinnert sich ans „KlickerlesschpieI“ und an „die Gääß - de arme Leit ehr Kuh, die g’höört halt früher schtets dezu.“ Über die „klenne Leit („Es gab ach in de alde Zeit die so genannte klenne Leit. Die nennt mer net so weil se klenner, als beischpielsweis die große Männer...“) und die „große Leit“ denkt der 76-Jährige ebenso nach wie über die Journalisten, „De elektrische Schtrom“. Und er sinniert über die „Hoch-zich“, den „Schteierzahler“ und über das Handwerk, zieht Preisvergleich und stellt fest, dass die alte Stadt Babylon im Vergleich zum erst 75 Jahre jungen Limburgerhof bedeutungslos ist. Die „Schees voll Sach“ ist zu erwerben bei der Gemeindeverwaltung. Über weitere Bezugsquellen gibt der Vorsitzende des Historischen Vereins Hansjörg Bipp telefonisch Auskunft unter 06236 61155.
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