Gemeinde und Historischer Verein geben gemeinsam 3. Auflage der „Rehhütter Chronik“ heraus
Das Lob „Standardwerk“ ist für ein Buch schnell vergeben. Schafft es eine Veröffentlichung jedoch, 70 Jahre nach ihrem Ersterscheinen und vier Jahrzehnte nach der zweite Auflage noch eine dritte „Ehrenrunde“ anzuhängen, so ist die Bezeichnung wohl verdient. Mit einem Neudruck der „Rehhütter Chronik“ von Rudolf Wihr trugen Gemeinde und Historischer Verein Limburgerhof den umfassenden Informationsmöglichkeiten der geschichtlichen Dokumentation Rechnung. Limburgerhof sei Frucht des Zusammenkommens historischer, wirtschafts- und bevölkerungsgeschichtlicher Entwicklungen, blickt Bürgermeister Dr. Peter Kern in seinem Vorwort zur Chronik zurück. Von dieser inneren Dynamik habe die Gemeinde nichts verloren. Das Miteinander von Alt- und Neubürgern verleihe dem Ort seine besondere Vitalität. Um so notwendiger sei es, Geschichte kennenzulernen, um Einsichten für eine gemeinsame Identität zu gewinnen und so für alle Heimat zu schaffen. „Gerne bin ich der Idee von Dr. Hansjörg Bipp, dem Vorsitzenden des Historischen Vereins Limburgerhof, nachgekommen, diesen Neudruck als Faksimile, d.h. in Gestalt der vor siebzig Jahren erschienenen Erstauflage, von Seiten der Gemeindeverwaltung zu unterstützen,“ so Kern. Die Schrift sollte auch einladen, die Geschichte Limburgerhofs zu ergänzen und über die Ortschronik “Das gedenkt mir noch” hinaus weiter fortzuschreiben. Ältere Gemeinden und Städte, erklärt Dr. Hansjörg Bipp, verfügten meist über eine entsprechende Chronik. Anders sei es im allgemeinen bei Kommunen wie Limburgerhof ohne lange Tradition. So gelang es dem in Ludwigshafen und Neuhofen wirkenden Lehrer Rudolf Wihr mit seiner erstmals 1937 erschienenen Schrift „Die Rehhütte Chronik“ die Ursprünge von Limburgerhof an das Licht der Öffentlichkeit zu bringen. Sie beinhalte hauptsächlich die Geschichte der ältesten Ortsteile der Gemeinde, der Rehhütte und des Kohlhofs, und sei schon lange vergriffen gewesen. „Wie wir glauben, bietet der Neudruck für jeden Neubürger einen Einstieg in die Geschichte unserer Heimat, aber auch für die Alteingegessenen eine Fundgrube an Informationen,“ erklärt Bipp.
Die Rehhütter Chronik
Die rund 200 Seiten starke Dokumentation gibt es zum Preis von 10 Euro an der Zentrale im Foyer der Gemeindeverwaltung (Ortszentrum) sowie beim Historischen Verein, Hockenheimer Straße 15. Sie enthält neben dem geschichtlichen Text Rudolf Wihrs Federzeichnungen des Kunstmalers Otto Ditscher (Neuhofen). Die Titelseite gestaltete der Limburgerhofer Grafiker Gerhard Hauck.
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