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Bürger geben Limburgerhof gute Noten

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Umfrage im Standortmarketing-Projekt - Erste Ergebnisse umgesetzt

Ausgesprochen gut schneidet die Gemeinde Limburgerhof als Wohnort im Urteil ihrer Einwohner ab. Das ist die Haupterkenntnis einer Bürgerbefragung, die beim letzten Treffen der Teilnehmer des Standortmarketings vorgestellt wurde. Der Verein der Selbstständigen (VDS) hatte diese Untersuchung in Auftrag gegeben, um genauer zu wissen, wie die Bürger die örtlichen Angebote bewerten.
Bürgermeister Dr. Peter Kern wies zu Beginn darauf hin, dass die Bürgerbefragung Teil des Projektes sei, mit dem Gemeinde und örtliche Wirtschaft die Wertschöpfung des Wirtschaftsstandorts Limburgerhof stärken wolle. Der Prozess sei zwar 2005 von den Aktivitäten unter dem Motto „75 Jahre Limburgerhof“ überlagert worden. Aber auch diese Aktionen hätten einen „Marktwert“ erzeugt und das Image der Gemeinde sehr positiv beeinflusst.
Dr. Eggers, dessen Institut MBE die schriftliche Bürgerbefragung fachlich betreut und ausgewertet hatte, bedauerte zwar, dass nur 322 Bürger und Besucher aus dem Umland an der Befragung teilgenommen haben. Der Erkenntniswert sei dennoch hoch. Er reiche für eine Gesamtbewertung aus. Für eine tiefergehende Differenzierung der Ergebnisse nach Teilgruppen wie Lebensalter, Haushaltsgröße etc. seien es zu wenige Teilnehmer gewesen.
Überraschend gut fiel die Sympathienote aus, mit der die Bürger mit Schulnoten ein Gesamturteil über ihren Wohnort abgeben konnten: Der Durchschnitt betrug erfreuliche 1,81. Die Frauen mit fast 60% der Stichprobe zeigten sich mit 1,77 noch deutlich zufriedener als die Männer mit „nur“ 1,88.
Besonders hoch bewertet wurden die guten Verkehrsverbindungen (1,54), die Arztpraxen (1,56), die Vereine (1,84), die Banken (1,88), das Kulturangebot (1,93) und die Kirchen (1,98). Keine Einzelnote lag schlechter als 2,75.
Erstaunlich zufrieden zeigten sich die Limburgerhofer mit den Einkaufsmöglichkeiten, hier gaben sie die Gesamtnote 2,33. Zwar wurde die Warenauswahl mit nur 3,0 als etwas schwach beurteilt, aber die Kundenfreundlichkeit (1,9), der Service (2,1) und die fachliche Beratung (2,1) der Geschäfte werden als starke Seiten des Einkaufortes hoch anerkannt. Das ist besonders wichtig, weil dies die Kriterien sind, auf die die Geschäftsleute selber Einfluss nehmen können. Anderswo werden fehlende Parkangelegenheiten und ungünstigen Ladenöffnungszeiten beklagt. In Limburgerhof dagegen sind diese zentralen Faktoren mit den Noten 2,4 bzw. 2,5 recht gut beurteilt worden.
Dennoch gibt es keinen Grund, sich zufrieden zurückzulehnen, denn bei genauerer Betrachtung zeigt sich: fast ein Drittel der Befragten ist mit den Öffnungszeiten nicht zufrieden und es gibt Defizite bei Einkaufsatmosphäre, Aufenthaltsdauer und vor allem Kaufkraftverbindung.
Hier hat der VDS eine Sofortmaßnahme gestartet. So bieten viele Geschäfte und Dienstleister seit einigen Wochen den durchgehenden Donnerstag als Einkaufstag an.
Dr. Eggers wies darauf hin, mit einer jährlichen Kaufkraft von rund 23.000 Euro pro Kopf und 237 Mio. Euro insgesamt sei die Gemeinde Limburgerhof mit ihren rund 10.200 Einwohnern ungewöhnlich kaufkraftstark. Es fließe aber ein hoher Anteil des Geldes an andere Standorte ab, u.a. bei Textilien, Freizeit- und Sportartikeln, Spielwaren, Schuhen und Leder. Das belegt auch die neue Studie. Nur bei Medikamenten, Lebensmitteln, Papier, Büchern, Drogeriewaren und Brillen/Optik sagen mehr als 50%, sie kauften diese Artikel überwiegend in Limburgerhof ein.
Der Vorsitzende des VDS, Günter Ihrig, bestätigte, die Daten deckten sich mit den täglichen Beobachtungen des Handels: „Für uns ist es wichtig, über die Wünsche und das Kaufverhalten unserer Kunden genauer Bescheid zu wissen, damit wir uns darauf einstellen können. Ich freue mich darüber, daß die Bürger mit den hohen Zufriedenheitswerten die Leistungen der Geschäftsleute Limburgerhofs anerkennen, und ich danke allen, die sich an der Befragung beteiligt haben. Jetzt geht es darum, aus den Daten die richtigen Schlüsse zu ziehen und die erfolgversprechenden Maßnahmen zu ergreifen. Das ist Aufgabe des Standortmarketings.“
Für alle interessierten Bürger: die nächste öffentliche Sitzung im Standortmarketing-Prozeß ist für September geplant. Der Termin wird rechtzeitig über die Presse bekannt gegeben. Bürgermeister Dr. Kern: „Alle Bürger sind zur Mitarbeit in den Projektgruppen eingeladen. Es geht um die Entwicklung unserer Gemeinde.“
Für die Beteiligung an der Bürgerbefragung hatte der VDS 5 Einkaufsgutscheine über je 100 Euro ausgelobt, die demnächst den Gewinnern feierlich überreicht werden. (gi)


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Gute Umfragenoten gab es für die Einkaufsmöglichkeiten, besonders hoch bewertet wurden die Verkehrsanbindungen.

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