Erhalt, Ausbau, Förderung und Unterhalt des Schlösschens im Park hat die am 1. Dezember 2003 gegründete „Bürgerstiftung Schlösschen im Park Limburgerhof“ in ihrer Satzung festgeschrieben. Rund eine Million Euro für das Sanieren, die die Gemeinde nicht aufbringen kann, bedeutet das in nüchternen Zahlen. Eine Großaufgabe, auch wenn sie im Schulterschluss mit dem Förderverein Schlösschen und der Ortsgruppe des Historischen Vereins bewältigt werden soll. Rund ein Jahr Vorbereitung durch einen Arbeitskreis war notwendig, um vor allem in der Satzung den steuerrechtlichen Forderungen und Bedürfnissen gerecht zu werden. Förderverein Schlösschen im Park und die Ortsgruppe des Historischen Vereins statten das Grundkapital der Stiftung mit je 7.500 Euro aus. Ein wichtiger Aspekt der Satzung ist, dass Zustiftungen, die übrigens steuerbegünstigt sind, nicht in das Basisvermögen fließen müssen, sondern direkt für den eigentlichen Zweck - sprich die Renovierung - verwendet werden können. Der erste Stiftungsrat setzt sich zusammen aus Limburgerhofs Bürgermeister Dr. Peter Kern, Bernd Konheisner (VR-Bank), Karl-Friedrich Lebkücher und Rechtsanwalt Claus Rössler. Zum 1. Vorstand wurden bestellt Limburgerhofs Bürgermeister a.D. Heinrich Zier (im Bild rechts), Vorsitzender des Fördervereins, und Dr. Hansjörg Bipp (Vorsitzender Historischer Verein). Die Werbetrommel rühren für das Projekt heißt es zunächst. Nicht nur bei potentiellen Stiftern aus der Bürgerschaft, die mit einer Broschüre (Auflage 2000 Stück) und einem Flyer (10.000 Exemplare) angesprochen werden sollen. Derzeit stehe man auch in Verhandlungen mit der BASF um einen Zuschuss, so Heinrich Zier. Auch ein Landeszuschuss über 200.000 Euro wartet noch auf Abruf. Er ist geknüpft an eine Nutzung als Kultur- und Begegnungsstätte, eine Verwendung, die der Gemeinderat abgesegnet hat. Bei den Landesmitteln spielt auch ein zeitlicher Aspekt mit. Die ersten Teilaufträge für das Sanieren sollten 2004, spätestens 2005 in Auftrag gegeben werden. Nachdem die Gemeinde für 200.000 Euro durch die Reparatur des Daches die Bausubstanz erhalten hat, sind Grundstatik und Sicherheit - vor allem bei den Zwischendecken - die Eckpunkte des nächsten Bauabschnitts. Das ist der größte Brocken, für den rund 650.000 Euro aufzubringen sind. Das Limburgerhofer Architekturbüro Dieter Krahnert (links im Bild), das die Gesamtmaßnahme untersucht hat, teilte das Projekt in Schritte von je rund 200.000 Euro ein. Kulturtermine, Seminare, Dauerausstellungen, eine Agrardokumentation - die Nutzungsmöglichkeiten sind vielfältig. In einem der Seitengebäude soll ein Teil der Kurpfalzbibliothek der Heinrich-Vetter-Stiftung untergebracht werden. Der Förderverein plant zusammen mit dem Nationaltheater Mannheim eine Freilichtaufführung.
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