Elektrolitze, Kabelrohre, offene Decken, Holzbalken, Beton-Glattstrich, Arbeiter, die Rollgerüste verschieben – im Moment braucht es schon einige Phantasie, um sich vorstellen zu können, wie aus der Baustelle im Erdgeschoss des Schlösschens im Park ein eleganter Mehrzweckraum entstehen soll. Oder man hat einen kundigen Führer wie den Ersten Vorsitzenden des Fördervereins Schlösschen Limburgerhof, Altbürgermeister Heinrich Zier. Der ist bestens über den Baufortschritt bei der Sanierung des historischen Gebäudes informiert und weist zunächst auf das schon erreichte hin:“ Die Fenster zum Beispiel sind komplett neu, ebenso das Türelement zum Park hin. Auch die ganzen Elektroleitungen wurden schon vorinstalliert, wieder durch Auszubildende der Pfalzwerke.“ Im Moment werkeln die Arbeiter an der Akustik-Decke, die nach den Vorgaben eines Fachbüros ausgeführt wird. Hier steht ein nicht einfaches Spagat an: zum soll der Ton bei Konzerten oder Vorträgen im Innern gut weitergeleitet werden, zum andern sind schalldämmende Maßnahmen nach außen zu berücksichtigen. Das Verlegen des Estrichs ist der nächste Schritt nach der Decke. Dann folgt der Steinboden. Mit der fertiggestellten Treppe ist die Lücke zum Außenbereich schon geschlossen. Eine Terrasse aus Granitsteine macht den Übergang zum Park komplett. Sie misst rund 70 Quadratmeter und ist ausgelegt für die Nutzung als Bühne, zum Beispiel bei Open-Air-Konzerten. Wichtig deshalb ihr Fertigstellungstermin: bis zur Italienischen Nacht Anfang August. Die Kosten von rund 10.000 Euro wurden vom Förderverein aufgebracht. Auch das Erdgeschoss soll im Endausbau –wie der erste Stock – durch mobile Wände in drei Räume teilbar sein. Durch mehrere in die Wände integrierte Richtmikrofone wird eine einfache Beschallung des ganzen Saales (Größe für cirka 150 Personen) möglich sein. Als Idee schwebt Heinrich Zier auch eine transportable kleine Bühne vor. Das ist im Augenblick zwar noch Zukunftsmusik, aber fest steht, dass der Raum ab September in einer einfachen Ausstattung zu mieten sein wird. Praktisch auch für künftige Veranstaltungen im Außenbereich: im Keller wurden schon die Vorinstallationen für einen Stromverteilerkasten geleistet. Einsatzbereit ist dagegen schon die neue Küche. Wolfgang Hardt hat die Profi-Einrichtung aus dem Golfclub-Restaurant gespendet und auch den Einbau übernommen. Auf einem modernen Kunststoffboden warten auf fleißige Helfer Spülmaschine, Waschbecken, Gläserspüler, Wärmeherd, Gasherd, große Kühlelemente und Anrichte. Eine Trennwand teilt Koch- von Spülbereich. Für diese hochwertigen Einrichtungen war der Umbau der Räume nicht ganz einfach. So musste wegen des Denkmalschutzes die Be- und Entlüftung über das Dach geführt werden. Geplant wurde im Förderverein aber nicht nur die Sanierung des Schlösschens und die kontinuierlichen Spendenaktionen. Auch das Feiern wird nicht vergessen. Ist mit dem Umbau des Erdgeschosses die Innensanierung abgeschlossen, gibt es eine Einweihung und zwar vor allem, so Zier, „für alle Bürgerinnen und Bürger, die sich in dieses Projekt finanziell oder durch Mithilfe eingebracht haben.“ Und das sind nicht wenige. Denn von den rund 400.000 Euro, die Förderverein und Bürgerstiftung für die Renovierung bis jetzt zusammengetragen haben, stammt die eine Hälfte von Großsponsoren und die andere von „Klein-Spendern“. Dies sei ein eindeutiges Zeichen, wie viel Bedeutung die Menschen dem Schlösschen für Limburgerhof beimessen. Und wie geht es weiter. Ganz wichtig für den Erhalt der Bausubstanz wird das Erneuern des Außenputzes sein. Technischen Feinschliff benötigt auch noch die Rampe als behindertengerechter Zugang an der Rückseite. Und eine neue Idee wurde im Förderverein schon angedacht: ein breiter, schön gestalteter Zugang von der Speyerer Straße aus, der die Besucher von den Parkmöglichkeiten durch das herrliche Ambiente des Parks zum Portal des Schlösschens führt. Helfen Sie mit! Unterstützen auch Sie die Aktion „Fünf für Drei“ Informationen für Spender und Stifter: Heinrich Zier, Tel.: 06236 509230 Dr. Hansjörg Bipp, Tel.: 06236/61155 Spendenkonto: bei der Kreissparkasse Ludwigshafen 90 44 33 (BLZ 545 501 20) bei der VR-Bank Rhein-Neckar e. G. 3121690 (BLZ 670 900 00)
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