Junge Kreativität in historischem Haus |
Die Sonntagskonzerte im Schlösschen präsentieren Künstler der Region
„Rundblicke“ nennt sich die zweite kompletten Konzert-Spielzeit im Schlösschen Limburgerhof, die die Organisatoren Förderverein Schlösschen im Park und Salten Theater Promotion 2011 immer an Sonntagen präsentieren. „Einblicke“ lautete das Motto der Reihe 2009/2010. Durch dieses Thema sowie die Resonanz des Publikums wurden die Initiatoren inspiriert, den Blick wandern zu lassen – diesmal durch die Region, hin zu den jungen Künstlern. „Diese „Rundblicke“ haben sich gelohnt, wie man dem abwechslungsreichen Programm, das junge Kreativität mit einem historischen Gebäude vereint, entnehmen kann,“ erklärt Fördervereinsvorsitzender Heinrich Zier. „Vereint“ in fast wörtlichem Sinne: denn ein Teil der Einnahmen fließen wieder in die weitere Sanierung des Schlösschens.
Den Reigen eröffnet David Serebrjanik am 27. Februar. „Vorspiele und Fluchten“ – die Rückübersetzung von Präludien und Fugen – nennt er seinen improvisierten Klavierabend. Seit 2007 lebt David Serebrjanik als freischaffender Musiker in Heidelberg und betätigt sich neben der Liedbegleitung im Bereich der freien Improvisation, wobei er die Brücke zwischen Klassik und Jazz auf spielerische Weise schlägt.
Bach, Schubert, Beethoven und Debussy stehen am 13. März im Programm der Pianistin Eva Genari, aufgewachsen in Limburgerhof, wo sie auch bei Ilse Hoffmann ihren ersten Klavierunterricht erhielt. Mittlerweile ist sie eine im In- und Ausland gefragte Solistin und Kammermusikerin.
Kammermusik mit jungen Künstlern der Region heißt es am 3. April. Nicola Werra aus Limburgerhof, Violine, und Markus Ecseghy (Klavier) konzertieren ein abwechslungsreiches Programm mit Stücken von Komponisten aus vier Jahrhunderten.
Einen barocken Blumenstrauß zum Muttertag überreicht das Barockorchester „Concerto EQuadro Mannheim“ am 8. Mai. Diethard Laxa – Leitung und Moderation - hat einen farbenfrohe Palette der schönsten Stücke aus der Epoche um Telemann, Vivaldi und Zeitgenossen zusammengestellt. Johannes Brahms, Ungarische Tänze 1-10 in der Version für 2 Hände, sind neben anderen Stücken zu hören beim Klavierkonzert mit Markus Gabriel Ecseghy am 5. Juni. Ein zweitesmal tritt Ecseghy auf im Schlösschen am 23. Oktober mit einem Recital zum 200. Geburtstag von Franz Liszt. Ecseghy ist ein Klangmagier, der in einem Flügel immer das Orchester sucht und einen Konzertsaal auch einmal zum Opernhaus verwandelt. Kulturelle Veranstaltungen bilden schon immer einen Schwerpunkt im Programm der Städtepartnerschaft Limburgerhofs mit dem burgundischen Chenôve. Am 25. September stellen sich drei Künstler vor, die alle als Musiklehrer am Konservatorium in Chenôve arbeiten. Im Programm stehen Klavierstücke von Chopin und die Sonate für Querflöte und Klavier von Francis Poulenc.
Raissa Tscheptscherenko gastiert am 20. November mit einem Querschnitt durch das Schaffen bekannter Komponisten wie Verdi, Puccini, Rossini, Kalman, Lehar und Stolz. Raissa Tscheptscherenko, Solistin an der Staatsoper Taschkent und am Bolschoi-Theater, war Primadonna an großen Staatsopernhäusern, in Moskau, Kiew, Petersburg oder Berlin. Seit einigen Jahren wohnt die Künstlerin in Speyer. Werke von Mozart, Brahms, Halvorsen und Chatschaturian werden beim Weihnachtskonzert mit dem „ensemble divers“ einen Ohrenschmaus zum 3. Advent bereiten. Drei Musiker mit Klarinette, Violine und Klavier, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten ergänzen sich zu einem harmonischem Ganzen. Das Theatercafé ist ab 15.30 Uhr geöffnet, die Konzerte beginnen um 17 Uhr im Schlösschen Limburgerhof Parkstraße 43. Gibt es in Limburgerhof bei Salten Theater Promotion, Buchhandlung Oelbermann und im Reisebüro Eisele sowie über die Tickethotline RTS 0180 5003417.
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