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2003 Ansprache Einweihung S-Bahn-Haltepunkt

Ansprache zur Einweihung des S-Bahn-Haltepunktes Limburgerhof am 26.01.2003 von Bürgermeister Dr. Peter Kern


Sehr geehrter Herr Minister Bauckhage,

meine sehr verehrten Damen und Herren!

Als Bürgermeister der Gemeinde Limburgerhof will ich für die Limburgerhofer Bürgerinnen und Bürger meine große Freude darüber zum Ausdruck bringen, dass wir für unsere Gemeinde ein großes Stück weitergekommen sind. Übrigens: Wer hätte das gedacht – noch vor Fertigstellung unseres berühmten 5. Kreisels!

Die Bahn war und wird auch in Zukunft eine wichtige Triebfeder regionaler Entwicklung – auch der Entwicklung Limburgerhofs sein. Das war 1847 so, als die Ludwigsbahn errichtet wurde, – und zu deren 150. Jubiläum hier an dieser Stelle Minister Brüderle gesprochen hatte – und das gilt auch heute für die Einweihung des Haltepunktes Limburgerhof. Wir stehen hier auf historischem Grund und sie sehen da vorne den alten Bahnhof, der nächstes Jahr 150 Jahre alt sein wird.

Mit dem neuen Haltepunkt wird die moderne Wohngemeinde Limburgerhof und damit auch der weltweit bekannte Standort des BASF-Agrarzentrums noch fortschrittlicher für den Rhein-Neckar-Raum - einen Raum mit großer Zukunft - infrastrukturell erschlossen und vernetzt. Mit der Park+Ride-Anlage hat die Gemeinde frühzeitig die Schnittstelle zwischen Bahn-Bus- und Individualverkehr ihrerseits attraktiviert.

Meine Durchsicht der riesigen Aktenordner, die das Raumordnungs- und das Planfeststellungsverfahren seit 1993 dokumentieren, lässt erahnen, wie komplex die Zusammenhänge sind zwischen den Bauten

- der Hochgeschwindigkeitstrasse Paris – Mannheim,

- der S-Bahn Rhein-Neckar,

- der neuen Trassenführung

- und dem Bau der Lärmschutzwand.

Dies alles zu planen und zusammen zu führen, war für alle Beteiligten eine große Gemeinschaftsaufgabe. Sie erforderte intensive Mitarbeit, Auseinandersetzung, aber auch guten Willen. Dafür möchte ich an dieser Stelle besonderen Dank sagen. Vor allem auch Herrn Zier!

Manches hat im Leben auch Kehrseiten! Dies soll nicht unerwähnt bleiben. Die Ausdehnung Limburgerhofs von den im Süden liegenden Ortskernen Rehhütte, Kohlhof, Friedensau, Kolonie und BASF-Versuchstation hinüber nach Norden , also wie wir als Kinder sagten: „über die Bahn“ hat auch eine Halbierung des Ortes in Nord und Süd hervorgebracht. Sie ist gelegentlich schmerzlich und bedarf aller Antrengungen der Überwindung. Das Begrünen der Lärmschutz-„Mauer“ wird sie entschärfen und freundlicher machen.

Wie denn auch sei: Wir feiern zusammen dankbar, dass das, was eine lange Vergangenheit hat, ein weiteres großes Stück in die Zukunft gewendet und fortentwickelt worden ist.

Möge es von den Menschen angenommen werden. Und: Möge es den Menschen in Limburgerhof und in der Region zwischen Wein und Rhein und Neckar zum Besten dienen.

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