Rede des Bürgermeisters Dr. Peter Kern anlässlich des Festaktes zum 35jährigen Jubiläum der Partnerschaft zwischen Limburgerhof und Chenôve am 05. September 2010
Monsieur le Maire Esmonin, lieber Freund Jean, Monsieur Adjoin Singer, lieber Philippe, liebe Hannelore Cenefels, liebe französische Gäste und Freunde,
liebe Doris Barnett (Berlin MdB) liebe Hannelore Klamm, Mainz (MdL, Vizepräsidentin) lieber Ehrenbürger und Altbürgermeister Heinrich Zier, liebe Beigeordnete Schultheiß und Dörfler, liebe Gastfamilien, liebe Bürgerinnen und Bürger.
80 Jahre Gemeinde Limburgerhof, 35 Jahre Partnerschaft zwischen Chenôve und Limburgerhof! Eine Freundschaft, die fast halb so lange währt, wie unsere selbständige Gemeinde existiert!
Alte Bilder zeigen die Vertragsunterzeichnung am 03. August 1975. Man sieht Monsieur le Maire Henri Sureau. Den noch ganz jungen Bürgermeister Heinrich Zier, dann den Beigeordneten Alfred Eisele, Arthur Völker, Hans Breitsch, Günther Erlenbusch und viele andere – auch meine Mutter.
Es war die Zeit ganz großer Feste in der Partnerschaft. Unser Stadion war voller Menschen beider Städte! Begegnungen in allen Bereichen des Lebens: vor allem im Sport, der Kultur, zwischen den Schulen, gegenseitiger Besuch bei den Feiern und Festen. Die Partnerschaft war das zweite Standbein des Straßenfestes!
Freundschaften zwischen den Familien entstanden.
Es ist ein Verdienst von Jean Esmonin und Philippe Singer, diese Freundschaft in einem großen Film nachgezeichnet zu haben. Da ist gut zu sehen, wie unsere Jumelage Kreise gezogen hat: von den beiden Städten in die Region, nach Dijon und Mainz, und dann in die Hauptstädte beider Nationen, Paris und Berlin, in die Botschaften und die Parlamente. Die Partnerschaft gewann damit eine europäische Dimension.
Viele Begegnungen werden unauslöschlich vor unseren Augen und in unserem Gedächtnis sein. Das Beisammensitzen der Älteren beider Städte beim Erzählen ihrer Lebensschicksale. Aber auch die Kinder beider Städte beim gemeinsamen Jonglieren oder einander haltend auf dem Trapezseil im Zirkus von Michèle Paupert, ohne Sprachhindernisse und voll Vertrauen und mit Tränen beim Abschiednehmen.
Dabei haben wir die Zeiten des Zufügens von größtem Leid beider Länder nicht ausgeklammert. Für mich war das Erfahren der Geschichte ihres früheren Bürgermeisters Marcel Naudot ein Augenblick größter Scham, der mich bis heute nicht verlassen hat.
So haben wir ein tragfähiges Fundament geschaffen, das auch die Wechsel der großen Politik beider Länder überdauert hat.
Auf diesem Fundament von 35 Jahren kann gut aufgebaut werden. Es werden unsere Kinder sein, die sicherlich mit Kreativität und Lebensfreude daran weiter bauen und gewiss neue Wege gehen werden.
Jean Esmonin, übrigens selbst einmal Mitglied der „assemblée nationale“, der Nationalversammlung, hat in der ihm eigenen Willensstärke und Kontinuität in all den Jahren dies alles wesentlich vorangetrieben.
Zusammen mit Philippe Singer, der ihm seit vielen Jahren kongenial zur Seite steht, und natürlich Hannelore Cenefels, die Unersetzliche!
Aus der Partnerschaft der Politik ist eine Partnerschaft der Herzen geworden.
In unseren vielfältigen Begegnungen haben wir gelernt, dass bei allen unterschiedlichen Profilen beider Städte und ihrer Menschen, die Würde der einzelnen Menschen steht. Vor ihr machen alle anderen Wertungen halt!
Mit dieser Erkenntnis können wir, die Bürgerinnen und Bürger beider Städte, getrost in eine unbekannte Zukunft gehen.
Jean Esmonin, Philippe Singer, Hannelore Cenefels, ja unsere große Partnerschaftsfamilie sind Gewähr dafür, dass diese Freundschaft unzerbrechlich bleibt.
Mit meinem Dank an Sie alle verbinde ich die Würdigung und Ehrung von Ihnen, Monsieur le Maire Jean Esmonin. Wir haben dafür eigens ein „Diplôme d’honneur“ gestiftet, das Ihr Wirken und ihre Verdienste in besonderer Weise ehrt.
Darin geht es im Kern darum, dass wir Ihnen von Herzen zum Ausdruck bringen wollen: In der Geschichte Limburgerhofs werden Sie einen unauslöschlichen Platz haben! Ebenso auch Philippe Singer und Hannelore Cenefels.
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