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2011 Ansprache neue Park&Ride-Anlage

Ansprache des Bürgermeisters Dr. Peter Kern zur Einweihung des neuen Teils
der „Park&Ride“-Anlage Limburgerhof-Süd am 29. Juli



Liebe Bürgerinnen und Bürger, sehr geehrter Herr Kreisbeigeordneter Elster, sehr geehrte Frau Beigeordnete Schultheiß, liebe Gemeinderäte, sehr geehrter Herr Borell vom Landesbetrieb Mobilität in Speyer, sehr geehrte Herren Piske und Mangold vom Planungsbüro Piske!
Es ist nun soweit: Wir können heute den neuen Teil der „Park&Ride“-Anlage heute einweihen. 16 Parkplätze, darunter ein Behindertenparkplatz, sind zu der bestehenden Anlage hinzugekommen. Die Kosten dafür betrugen rund 140.000 €. Diese schlüsseln sich auf in 90.000 € Baukosten und 50.000 € für den Kauf des Grundstückes. Das Grundstück hatten wir im September 2008 äußerst günstig erwerben können. Nachdem wir einen Zuschuss vom Land über 110.000 € erhalten haben, beträgt der Anteil der Gemeinde 30.000 €.

Der erste Bauabschnitt der „Park&Ride“-Anlage, mit 100 Parkplätzen insgesamt in Nord und Süd, der in Anwesenheit des damaligen rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministers Rainer Brüderle im Jahr 1997 eingeweiht worden war, kostete damals 4,9 Millionen Deutsche Mark. Die Kosten wurden damals komplett von Bund und Land getragen.
Im Jahr 2003 konnten wir als erste linksrheinische Gemeinde den S-Bahn-Haltepunkt unter Anwesenheit des damaligen Ministers Hans-Artur Bauckhage einweihen. Ich denke, dass wir mit der Erweiterung der „Park&Ride“-Anlage einen weiteren Schritt in der besonders guten verkehrstechnischen Anbindung der Gemeinde Limburgerhof vorangekommen sind. Größere Maßnahmen der Erweiterung in Limburgerhof-Nord in Richtung Residenz Hotel sowie in Limburgerhof-Süd im Bereich des alten Verladebahnhofes stehen noch aus. Sie werden dann umgesetzt werden können, wenn die Bahn die entsprechenden Grundstücke freigegeben hat. Derzeit werden sie benötigt als Baustelleneinrichtung für den Bau des dritten Gleises und den Neubau der Lärmschutzwand.

Wir befinden uns hier an einem geschichtsträchtigen Ort. Vor uns sehen wir das wunderschön renovierte, im Jahr 1854 gebaute Bahnhofsgebäude, in dem auch der Bahnhofsvorsteher wohnte. Ich freue mich deswegen besonders, dass ich Herrn Karl-Heinz Eisele begrüßen darf, dessen Vater als damaliger Bahnhofsvorstand das Gebäude erworben hatte.

Wir sind uns alle im Klaren darüber, dass die 1847 eingeweihte „Ludwigsbahn“ die Entwicklung der Gemeinde Limburgerhof ganz wesentlich fördernd geprägt hat. Die Trassenlinie sollte damals eigentlich durch die Mitte der Gemeinde Mutterstadt führen. Die Gemeinde Mutterstadt aber wollte ihren Einwohnern den mit solch einer Eisenbahn verbundenen Lärm ersparen und erwirkte es, dass die Gleise an den äußersten Rand ihrer Gemarkung verlegt wurden. Dies ist also die heutige Trassenführung. Der Bahnhof hieß „Hauptbahnhof Mutterstadt“. Wegen dieses Bahnanschlusses siedelte sich um die Jahrhundertmitte die Zuckerfabrik an. Und die BASF nutzte diese verkehrliche Anbindung und baute ab dem Jahr 1900 die „Kolonie“ für ihre Arbeiter und Angestellten. Als dann die Gemeinde Limburgerhof im Jahr 1930 gegründet wurde, behielt der Bahnhof dennoch seine Bezeichnung „Hauptbahnhof Mutterstadt“ bis zum Jahr 1938.
Eigentlich müssten wir jetzt eine Gedenkminute für Käthe Schöne einlegen, die Wirtin der Gaststätte „Zum Rathaus“ (Lautenschläger), die dort vorne an der Ecke, wo die „Park&Ride“-Anlage beginnt, stand. Käthe Schöne war Generationen von „Jugenddörflern“ ein Mutterersatz und so mancher von uns, der heute Morgen hier ist, hatte dort so etwas wie eine „zweite Heimat“.

Danken möchte ich der Planungsfirma Piske für die gute Planung und die gewissenhafte Bauleitung sowie zügige Bauabwicklung. Ebenso danken möchte ich dem Kreis als Genehmigungsbehörde sowie dem Landesbetrieb Mobilität. Besonders bedanken möchte ich mich bei meiner Bauabteilung. Sie ist eine sehr kleine Abteilung und arbeitet in allem sehr zügig. Danken möchte ich auch den Eheleuten Wächter sowie den Bürgern ringsum, dass sie den Baulärm geduldig ertragen haben. Ich freue mich auch, dass Herr Theo Mack da ist. Er hat sich zum richtigen „Oberbauleiter“ entwickelt. Warf er doch die ganze Bauzeit über einen Blick auf die Arbeiten, beantwortete manchem Bürger diesbezügliche Fragen und besänftigte die Bürgerinnen, die bei allem Nutzen, den sie von der Neugestaltung dieser „Park&Ride“-Anlage haben, dennoch ihren Unmut über die widrigen Umstände mit dieser Baumaßnahme zum Ausdruck brachten.

Anfügen möchte ich noch, dass das englische Wort „ride“ nichts mit Reiten zu tun hat, denn ein Bürger fragte mich dieser Tage, was es mit dem „Parken“ und „Reiten“ auf sich habe. Tatsächlich begab es sich einmal, dass ein Bürger mit seinem Pferde von der „Unteren Hart“ zur Gaststätte „Zum Rathaus“ geritten war und dort sein Pferd vor der Wirtschaft angebunden hatte. Nach Hause war er dann zu Fuß gegangen, weil er sein Pferd vergessen hatte...

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