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2011 Rede 60 Jahr-Feier Donaudeutsche Landsmannschaft

Rede des Bürgermeisters zur 60. Jahr-Feier der „Donaudeutschen Landsmannschaft“
am 01. April 2011 in Mutterstadt



Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Donaudeutsche Landsmannschaft!

Ich bedanke mich herzlich für die Einladung und überbringe die Glückwünsche meiner Bürgerinnen und Bürger zu Ihrem besonderen Jubiläum.

In ein paar Worten möchte ich die große Bedeutung der Donauschwaben für die Entwicklung unserer Gemeinde hervorheben. Nach dem Krieg kamen etwa 100 Familien zu uns nach Limburgerhof. Als Schulkind hatte ich Schulkameraden von Donauschwäbischen Eltern und verbrachte viele Nachmittage in ihren Häusern. Meine Eltern, die beide berufstätig waren, sagten dann immer: „Wir sind froh, dass du dort hinkommen darfst, denn da wissen wir, dass du gut unter bist!“ Im Ort spürte ich auch schon als Kind gelegentlich Ablehnungen, ohne es zu verstehen.

Heute weiß ich, dass diese Donauschwäbischen Familien für Limburgerhof enorm wichtig waren und auch heute noch sind. Mehr noch, die Donauschwaben haben in vielerlei Weise für unser Gemeinwesen vieles geleistet.

Beispielsweise denke ich an Josef Seider: Mit seiner Handharmonikagruppe hat er viele Feste musikalisch gestaltet. Mit seinen Grafiken hat er das Schlösschen, den Turm und die Mühle zu Wahrzeichen von Limburgerhof gemacht.

Oder ich denke an Manfred Pätzold, der 30 Jahre den für Limburgerhof wichtigen Gartenbauverein leitete und in der Kommunalpolitik ein großes ausgleichendes Gewicht hatte.

Da ist Anton Broder. Ich sage zu ihm gerne „Bruder Broder“. Diese Anrede hat sich in herzlicher Verbundenheit entwickelt. Auch er war in all den Jahren ein wichtiger ehrenamtlich tätiger Mitbürger im Sportbereich und auch anderswo.

Oder ich denke an die Familien Binnefeld, Buschbacher, Schumacher und an Frau Haas, die heute Abend auch da ist.

Wenn ich in diese Familien komme, strahlt mir bei meinen Geburtstagsbesuchen menschliche Wärme und eine besondere Herzlichkeit entgegen. Da gibt es dann den besten Kuchen. Er ist mit Butter gebacken. Ich spüre den familiären Zusammenhalt und es ist „wie daheim“.

Lassen sie mich aus meinem Glückwunschbrief an Sie zitieren: „Sie mögen wissen, dass mir die Donaudeutschen in Limburgerhof ganz besonders am Herzen liegen. Die Donauschwaben haben in den Jahren nach dem Krieg in einmaliger Weise und mit höchstem Engagement unser Gemeinwesen mitentwickelt und aufgebaut. Dabei spielte ihr Fleiß, ihre Geradlinigkeit und ihre Anständigkeit eine herausragende Rolle. Die Gemeinde Limburgerhof profitiert bis zum heutigen Tag davon. Dafür bin ich als Bürgermeister sehr dankbar.“

Sie können mit Recht stolz auf sich sein. Ich wünsche Ihnen weiterhin Glück, Zusammenhalt und eine gute Zukunft in Frieden.

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