2007 Rede zum Nachtragshaushalt |
Rede des Bürgermeisters Dr. Peter Kern zur Einbringung des Nachtragshaushaltes 2007 in der Sitzung des Gemeinderates am 06.11.2007.
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Bürgerinnen und Bürger!
Heute kann ich Erfreuliches mitteilen. In der Haushaltskonsolidierung sind wir ein weiteres großes Stück vorangekommen. Im Einzelnen:
1.) Zum zweiten Mal in Folge nach 2006 können wir auch in 2007 den Verwaltungshaushalt ausgleichen. Das ist aus Sicht der Vorjahre nicht selbstverständlich. Ursprünglich mussten wir mit einem nicht finanzierbaren Fehlbetrag von 494 000 € rechnen. 2.) Die vorgesehene Zuführung aus dem Vermögenshaushalt an den Verwaltungshaushalt über 435 000 € ist nicht mehr erforderlich. Ursprünglich schien es notwendig, die Grundstückserlöse über 435 000 € zu nutzen, um die laufenden Ausgaben im Verwaltungshaushalt zu decken. Dies ist nicht mehr notwendig. Somit können wir diesen Betrag für unsere Investitionen wie zum Beispiel die neue Mensa der Domholzschule verwenden. 3.) Der negative Finanzierungssaldo verbessert sich um 894 000 €. Ursprünglich standen da minus 0,9 Millionen €. Gehen wir drei Jahre zurück. Im Jahr 2004 prognostizierten wir stattdessen eine Finanzierungslücke von 1,5 Millionen €. Im Jahr 2005 eine Finanzierungslücke von 1,6 Millionen €. Im 2006 eine Finanzierungslücke von sage und schreibe 2,2 Millionen €. An dieser Stelle sieht man vielleicht am allerbesten die erhebliche Verbesserung des Haushaltes insgesamt. 4.) Aufgrund dieser Entwicklung war es uns auch möglich, den Schuldenstand um effektiv 600 000 € abzubauen. Ein Schuldenabbau in dieser Größenordnung war letztmals im Jahre 1989 - also vor 18 Jahren – möglich! Damals waren es 586 000 €.
Fazit: Wir schreiben heute eine dicke „schwarze 0“. Das ist gut für Limburgerhof
Für diese gute Haushaltsentwicklung gibt es zwei Gründe: · Aufschwung · Augenmaß, und damit meine ich das Augenmaß, das die Politik, also Sie, die Gemeinderäte, und die Verwaltung bei ihren Entscheidungen haben walten lassen.
a) Zum Aufschwung:
Er erinnert daran und fordert uns auf, für Unternehmen, für Gewerbetreibende und alle, die in Limburgerhof Arbeitsplätze haben und schaffen, beste Infrastrukturen zu bieten. Damit Limburgerhof ein Standort ist, mit dem man sich sehen lassen kann. Dahinein gehören die überaus guten Beziehungen zum Agrarzentrum auf allen Ebenen, zum Beispiel auch im Bereich des Feuerwehrwesens. Aber auch die wirklich gute Zusammenarbeit mit dem Verein der Selbständigen im gemeinsamen Bemühen um die Ortsentwicklung.
Das Stichwort heißt an dieser Stelle „Wirtschaftsfreundlichkeit“.
Gleichermaßen geht es um die Lebensqualität in Limburgerhof als Wohnort, auf vielen Gebieten, zum Beispiel der Schulen in Limburgerhof. Der Verkauf von einer Reihe von Grundstücken in Nord-Ost II und der Zuzug vieler Neubürger durch Häuserkauf zeigt: Limburgerhof ist eine Gemeinde im Grünen mit Anziehungskraft, gerade auch für junge Familien – wie die erfreuliche Entwicklung der Kinderzahlen zeigt. Dahinein gehört auch unsere Ganztagsschule, die derzeit eine fulminante Akzeptanz erhält.
Das Stichwort heißt an dieser Stelle „Bürgerfreundlichkeit“
Wirtschafts- und Bürgerfreundlichkeit also können dazu beitragen, dass Limburgerhof auch in Zukunft eine gute Entwicklung nimmt.
b) Zum „Augenmaß“
Der griechische Philosoph Plutarch hat vor 2000 Jahren gesagt – wobei er kein Betriebswirtschaftler war, sondern als Philosoph das Ganze im Blick hatte: „Der Haushalt ist der beste, worin man nichts Überflüssiges will, aber auch nichts Notwendiges entbehrt!“
Ich bin der Meinung – da komme ich zum Stichwort „Augenmaß“ – dass der Nachtragshaushalt 2007 auch und besonders das Ergebnis unseres kontinuierlichen beharlichen Ringens, unseres Ringens mit Augenmaß ist:
- um die Realisierung notwendiger Sanierungen; hier nenne ich die diesjährigen Sanierungen: Carl-Bosch-Schule, Bahnunterführung, die sanitären Anlagen der Tribüne und der Turm im Park,
- um notwendige Investitionen in die Zukunft ; hier nenne ich den Bau der Mensa für die Ganztagsschule und das Bürgerbüro,
- aber eben auch ausdrücklich des konsequenten Sparens im Großen und im Kleinen.
Die diesjährigen Verbesserungen werden allerdings im nächsten Jahr eine Erhöhung der Umlagen bewirken. Eine Prognose für 2008, 2009 und 2010 ist noch verfrüht. Aber überschlägig sieht es aus heutiger Sicht recht gut aus – falls sich nicht eine Variable gravierend negativ ändert.
Unsere Mühe hat sich gelohnt. Aber wir müssen noch besser werden, das heißt nicht nachlassen im Ringen mit Augenmaß um das Sparen und um das Investieren. Ich sage dies mit großem Ernst und großer Entschlossenheit.
Denn: Ich zitiere eine alte Bauernweisheit: „Ein Bauer ohne Geld ist wie eine Nuss ohne Kern“!
Ich danke Ihnen!
|
|