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Bauen und Naturschutz

Kletterpflanzen und Fassadenbegrünung

Eine pflanzliche „Thermohülle“ kühlt im Sommer und schützt im Winter. Energie kann eingespart werden. Das Klima im Haus und im Garten wird verbessert. Selbstkletternde Pflanzen wurzeln nicht in der Wand, sondern haften an ihr. Putz und Mauersubstanz werden nicht angegriffen. Das Gebäude wird vor Regen, Wind und Frost geschützt. Bei vorhandenen Schäden sollten Sie von einer Begrünung mit Selbstklimmern absehen: Die Mängel könnten sich eventuell durch die Sprengwirkung der in die Risse eindringenden Haftorgane vergrößern.
Begrünte Fassaden bilden neue Lebensräume für Tieren. Spinnen und andere Insekten jagen nur im Freien und halten Schädlinge unter Kontrolle. Sie selbst werden durch die Vögel in Schach gehalten. Ein Massenauftreten unerwünschter Arten wird es nicht geben. Durch die Fassadenbegrünung verirren dich Kleintiere häufiger in die Wohnung.
Ein „grüner Pelz“ braucht wenig Pflege, aber den richtigen Standort. Manche Kletterpflanzen sind auf Hilfskonstruktionen angewiesen. Sie können auch bei kleineren Mauerschäden angepflanzt werden. Wuchsrichtung sowie Größe und Form der zu begrünenden Fläche lassen sich durch Stützgerüste steuern.


Dachbegrünung - Wiesen über dem Kopf

Nach bewährter Methode aus Skandinavien lässt sich auf schwach geneigten (weniger als 30°) oder flachen Dächern ein Lebensraum besonderer Art schaffen
Grüne Dächer schaffen Lebensraum für Pflanzen und Tiere, halten Regenwasser zurück, verbessern das Kleinklima und produzieren Sauerstoff, binden Staub, filtern und reinigen die Luft, gleichen hohe Temperaturunterschiede aus und schützen die Dachhaut. Dichtigkeit und Belastbarkeit der Dachfläche sind Voraussetzungen für ihre Begrünung. Bauschäden lassen sich durch einen Regenunterbau ausschließen. Bei absolut ebenen Dächern muss eine Drainage angelegt werden. Soll die Dachwiese schnell entstehen, kann mit speziellen Samenmischungen nachgeholfen werden. Eine Pflege der Ansaat ist nicht notwendig. Lediglich Gehölzsämlinge sollten Sie alle zwei Jahre entfernen.


Die Eckpfeiler des biologischen Pflanzenschutzes

Naturnahe Gartengestaltung: die Nützlinge unter den heimischen Tieren und Pflanzen schützen sowie die Artenvielfalt erhöhen.
Pflanzung heimischer Arten: Sie sind das „biologische Rückgrat“, weil sie Lebensräume für die verschiedensten Nützlinge bieten. Diese sorgen für das ökologische Gleichgewicht.
Sorgfältige Auswahl der Pflanzen: Suchen Sie die für die jeweiligen Boden- und Lichtverhältnisse am besten geeigneten Arten aus. Dadurch wird die natürliche Widerstandskraft der Pflanzen gestärkt.


Was sind Eingriffe in Natur und Landschaft?

Eingriffe sind Vorhaben, die den Naturhaushalt und das Landschaftsbild beinträchtigen können. Dazu zählen unter anderem:
· Der Bau von Straßen, Wegen, Eisenbahnlinien und Gebäuden
· der Ausbau von Gewässern
· Abgrabungen oder Aufschüttungen
Deshalb wird für solche Maßnahmen eine Genehmigung der Kreisverwaltung oder sogar der Struktur und Genehmigungsdirektion benötigt. Soll im Außenbereich gebaut werden, ist eine Genehmigung der Kreisverwaltung nötig. Nicht nur Gebäude, Wege und Plätze sind baulichen Anlagen sondern auch Zäune, Weideunterstände oder fest aufgestellte Bauwagen. Um eine Genehmigung der Kreisverwaltung zu erhalten, ist mit der örtlichen Bauverwaltung Kontakt aufzunehmen
Haben sie einen Eingriff vor, bei der die Bauverwaltung nicht zuständig ist, weil der Eingriff nicht als Bauvorhaben gilt, wenden Sie sich direkt an die Untere Landespflegebehörde, z.B. bei der Rodung von Wald oder der Beseitigung von Bäumen, Hecken und Tümpeln. Sind Gewässer - auch das Grundwasser - betroffen, ist die Untere Wasserbehörde zu beteiligen, z.B. bei der Beseitigung oder Neuanlage eines Tümpels oder Bohren eines Brunnens.
Zuständige Mitarbeiter bei der Kreisverwaltung: Siegfried Filus (0621/5909-406) und Heinrich Stehle (0621/5902-407)

(Quelle: Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis)

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