Strategiepapier schreibt Erfolgsgeschichte |
Als Erfolgsgeschichte, an der Verwaltung, Planer, Politiker und Bürgerschaft gleichermaßen beteiligt waren, beschreibt Limburgerhofs Bürgermeister Dr. Peter Kern den neuen Flächennutzungsplan der Gemeinde. Nach den Genehmigungs- und Bekanntmachungsschritten in Mai und Juni erlangte der Plan mit seinen rund 100 Seiten textlicher Kommentierung Rechtskraft. „Limburgerhof hat sich einen Weg in die Zukunft erarbeitet,“ betont Kern. Aber nicht nur mit dem Festlegen der städtebaulichen Entwicklungsziele für die nächsten zwei Jahrzehnte ist er mehr als zufrieden. Der neue Verfahrensablauf und erweiterte Inhalte, deren Qualität über die bisherigen Aussagen eines Flächennutzungsplanes hinausgehen, machen die Ausarbeitung für den Bürgermeister „beispielgebend.“ Auf zwei Fachtagungen des Landes, bei Planern und Architekten in Österreich und in einer im Herbst herauskommenden Broschüre des rheinland-pfälzischen Innenministeriums („Rheinpfalz –Region auf Genderkurs“) wurde und wird Limburgerhof als Paradeexempel vorgestellt.
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Das frühzeitige Beteiligen der Bürger in eigens einberufenen workshops sowie die konstruktive Zusammenarbeit von Verwaltung, Kommunalpolitikern und Planern nennt Peter Kern als entscheidend für das zügige Verfahren von nur drei Jahren. Den Anstoß zur Neuerstellung hatte das gemeindliche Bauamt gegeben, nachdem der alte Plan aus dem Jahr 1978 durch seine Teiländerungen immer häufiger rechtliche Probleme nach sich zog. Unübliche, aber gewinnbringende Wege beschritt die Gemeinde auch, als der erste Entwurf vorlag. Dieser wurde in einer Sonderbeilage mit Erläuterungen über das Amtsblatt an alle Haushalte verteilt. „Dadurch erreichten wir ein hohes Interesse der Bürger in der Offenlage und wenig Widersprüche,“ blickt Bauamtsleiter Armin Luzinski zurück. Einen weiteren Schritt von den rein städtebaulichen Gesichtspunkten zu einer Art Leitbild der Gemeinde machte der Flächenplan durch neue inhaltliche Ansätze. „Jetzt sind auch soziologische Verhältnisse, zum Beispiel Auswirkungen des demographischen Wandels, und Aspekte einer sozialen Infrastruktur wie etwa Naherholung, Radwegenetz oder Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen abgebildet,“ fasst der Bürgermeister zusammen. Erste Umsetzungen des „Strategiepapiers“ sind schon angelaufen, wobei die Innenentwicklung der Gemeinde Vorrang hat. So greift ein Ändern des Bebauungsplanes für die Speyerer Straße bauliche und verkehrstechnische Punkte auf.
Erhalten und Aufwerten: Interview mit Bürgermeister Dr. Peter Kern
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