2014 Der Neujahrsempfang

Tradition und Innovation

 

Neujahrsempfang der Gemeinde mit zahlreichen Gästen, Ehrungen, interessanten Gesprächen und buntem Programm

„Es wird soviel geboten in Limburgerhof – machen Sie mit! Schauen Sie wie die Kinder mit Lebensfreude nach vorne.“ So fasste Bürgermeister Dr. Peter Kern in seiner Ansprache zum Neujahrsempfang der Gemeinde im vollbesetzten Kultursaal Jahresrück- und -ausblick zusammen.

Traditionsgemäß hatte Kern die Gäste gemeinsam mit dem vierblättrigen Kleeblatt der Schornsteinfeger begrüßt. Mit von der Partie waren Bäckermeister Peter Görtz und Metzgermeister Wolfgang Hardt, beide „Lieferanten“ für den Imbiß. Überreichte Görtz dem Ortschef eine überdimensionale Brezel als Sinnbild für Gesundheit, so dekorierte ihn Hardt mit einer beachtlichen Kette aus Fleischwurst, bevor alle auf das Wohl der Gemeinde anstießen. 

Weihrauchduft lag in der Luft, als eine Schar Sternsinger auf die Bühne zog und unter Leitung von Pastoralreferentin Doris Heiner dem Haus und der Gemeinde Gottes Segen überbrachte. Der Bürgermeister wies auch auf die Bühnendekoration hin. Drei- bis Neunjährige der Jugendkunstschule hatten mit Phantasie-Bildern die Gemarkungsgrenzen Limburgerhofs ausgemalt.

In seiner Ansprache betonte Kern stark, wie wichtig die Gemeinde die Belange der Jüngsten nehme. „Wenn Kinder aufwachsen, was finden Sie in ihrem Heimatort vor? Wie sind die Verhältnisse und die Menschen, von denen sie Vertrauen und Wertschätzung lernen können?“ So sei u.a. sehr viel in die Sanierung der sechs Kindertagesstätten investiert worden, die derzeit 480 Kids betreuen. Er nannte auch die gute Arbeit der Schulen sowie die große Hilfe aller Fördervereine. So sei es kein Wunder: die Nachfrage nach Bauplätzen in der Gemeinde, besonders durch jüngere Menschen, sei außergewöhnlich groß. Eine Folge natürlich auch der großen Investitionen in Sanierung von Straßen und Kanalisation sowie der in jeder Hinsicht positiven Infrastruktur.

Die Städtepartnerschaft mit dem französischen Chenôve führte Kern als Paradebeispiel für die Chancen an, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Dies sei die Option, „Europa im Kleinen zu gestalten neben der großen Politik.“ Durch diese gelebte Toleranz sei es auch selbstverständlich, dass Limburgerhof 20 Asylbewerber untergebracht habe, unter ihnen aus Somalia eine Mutter mit drei Kindern.

Lobende Worte fand der Bürgermeister auch für die Vereine („Sie sind Inseln des Zusammenhalts und der Lebensfreude“), die Senioren („Alle Generationen bringen sich ein für unsere Zukunft“) und vor allem die Zusammenarbeit mit der BASF. Ohne diese sei Limburgerhof in seiner heutigen Form nicht denkbar. So stünden Wohnen und Forschen in gutem Einklang, ergänzten sich Tradition und Innovation.

Grüße überbrachte Hauptmann Andree Frauendorf von der 8. Kompanie des Spezialpionierbataillons in Speyer, aber auch die traurige Botschaft, dass im März die Patenschaft Limburgerhofs für diese Einheit enden wird. Im Rahmen der „größten Transformation aller Zeiten“ werde der ganze Standort aufgelöst. Der Kompaniechef bezeichnete das Verhältnis zwischen seiner Einheit und der Gemeinde dankbar als außergewöhnlich intensive und gelebte Patenschaft, deren zwangsweise Auflösung er und seine Soldaten von Herzen bedauern.

Traditionell werden beim Neujahrsempfang Personen besonders geehrt, die sich ehrenamtlich über die Maßen engagieren. Diesmal waren es die „Opas für Enkel“, die, vor 16 Jahren gegründet, sich jeden Montag treffen und die mittlerweile 28 Kinderspielplätze reinigen sowie sich um Reparatur und Erhaltung der Spielgeräte kümmern. Für Jeden der Aktion hatte der Bürgermeister eine Dankesurkunde und Blumen parat.

Ebenso würdigte Kern „Schwester Bärbel“ alias Bärbel Fritsch, die nach über 30jähriger Leitung der Ökumenischen Sozialstation nun im Ruhestand als Vorsitzende des örtlichen Seniorenbeirats sowie des Kreisseniorenbeirats wirkt.

Programm

Einen spritzigen Farbtupfer im Begleitprogramm setzte die Purzelgarde des 1. Karnevalvereins Limburgerhof mit einem Gardetanz. Eine Lichtbilderschau zeigte Impressionen aus der Gemeinde im letzten Jahr. Den glanzvollen Schlusspunkt setzte die Sopranistin Ulrike Machill-Bengel, begleitet von Peter Kern am Flügel. (gl/dkr).