Jeweils aktuelle Personalausstattung regelt Betrieb der Kindertagesstätten


Freitag, 1. März 2024

In allen Kindertagesstätten kommt es durch Krankheit, Beschäftigungsverbote (zum Beispiel Schwangerschaft) oder Elternzeit der Beschäftigten immer wieder und regelmäßig zu Personalausfällen. Langzeiterkrankungen, Beschäftigungsverbote und Elternzeiten werden durch Vertretungskräfte kompensiert.

Es ist ein Standard-Procedere, daß eine verringerte Personalausstattung automatisch zu einem eingeschränkten Betrieb der Kindertagesstätten führt. Ist die Soll-Personalausstattung unterschritten, greifen folgende Maßnahmen in unterschiedlichen Stufen, angepasst an das aktuell vorhandene Personal.

Grundsatz ist, dass jede Gruppe mit mindestens zwei Kollegen/Innen und besetzt ist.

Erste Stufe:       Personalverschiebung/Einsatz der freigestellten Leitung

Zweite Stufe:     Projekte/Angebote werden reduziert und eingestellt

Dritte Stufe:       Eltern werden gebeten, ihre Kinder frühestmöglich abzuholen oder zuhause zu betreuen. Mögliche Gruppenzusammenlegung

Vierte Stufe:      Öffnungszeitenreduzierung

Fünfte Stufe:     Teilschließung

Sechste Stufe:  Schließung

Die Maßnahmen können auch kombiniert werden.

Am 15.02.2024, dem Tag des Unglücksfalles, waren drei Beschäftigte im „Haus des Kindes“ nicht anwesend. Es befanden sich vier Kinder-Gruppen (52 Kinder) im Außengelände. Die Vorschriften für die Wahrnehmung der Aufsichtspflicht (gem. § 21, Abs. 4 Satz 2 KiTa Gesetz) besagen, dass eine Gruppe mit mindestens zwei Personen beaufsichtigt werden muss. Dies bedeutet für die Aufsicht von vier Gruppen acht Aufsichtspersonen. Diese acht Aufsichtspersonen waren gegeben.