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Mahd mit Mäher und Muskelkraft
Auf Wunsch der Gemeinde widmete sich die Mähgruppe des BUND Rhein-Pfalz-Kreis der Mahd von drei Grünflächen in Limburgerhof. Mit dem BUND-eigenem Balkenmäher und Muskelkraft wurde die Vegetation der Wiesen neben dem Kreisel am Rheingönheimer Weg, entlang der Friedensau und neben der Donnersbergstraße eingekürzt. Im Rahmen der Möglichkeiten wurde der Bewuchs an einigen Stellen bewußt stehen gelassen, die höchste Schnitthöhe gewählt und ein gleichmäßiges Schnittbild vermieden. Dadurch werden die Organismen auf der Bodenoberfläche geschont. Unterschiedliche Höhen bedeuten verschiedene Strukturen, Lebensräume und Rückzugsmöglichkeiten.
Im Laufe der nächsten Jahre plant die Gemeinde, die Schnittmaßnahmen anzupassen, um konkurrenzstarke Gräser zurückzudrängen. Eine Maßnahme, um die Vielfalt an Pflanzen und Tieren auf der Fläche zu erhöhen.
Anschließend wurde das Schnittgut vom Bauhof abgefahren.
Laub ist ein Geschenk
Die BUND-Kreisgruppe traf sich zu ihrer Oktobersitzung in Limburgerhof. Dabei informierten wir uns auch über das Thema „Bäume und Laubfall“.
Viele Menschen lieben Bäume. Ihr Schatten macht die Hitzetage erträglich, der Anblick eines blühenden Obstbaums erweckt Glücksgefühle, berauschend das Feuerwerk der bunten Blätter im Herbst – wenn da nur das lästige Laub nicht wäre. Also ab in die Tonne oder bestenfalls zum Wertstoffhof.
Nein, bitte nicht! Die herabgefallenen Blätter sind wertvoller Rohstoff für den Garten und zugleich Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pilze. Als wichtiger Teil des Nährstoffkreislaufs in der Natur befeuern sie einen ständigen Recycling-Prozess von wertvollem Material. Mit dem Laub erhält der Boden Futter für die Milliarden Bodenbewohner, die wiederum dem Baum – und allen Pflanzen – überlebenswichtige Nährstoffe verfügbar machen. Zwar sehen wir sie selten, aber all die Tausendfüßer, Asseln, Springschwänze, Pilze, Einzeller und Bakterien leben in der oberen Bodenschicht und sorgen für einen gesunden und fruchtbaren Boden. Gibt es eine leichtere und billigere Variante, die Pflanzen mit Nahrung zu versorgen?
Als Mulchauflage schützt Falllaub die Erde gegen Wetterextreme wie Kälte, Wind und Starkregen, der Boden wird gelüftet und gelockert. Regenwürmer ziehen Blätter unter die Erde, es entstehen feine Kanäle, die das Wasser im Boden speichern.
Zahlreiche Tiere, darunter Schmetterlingsraupen und nützliche Käfer wie Marienkäfer, Laufkäfer u.a, brauchen die Streuschicht zum Überwintern, genauso wie Igel. Sie müssen ihren Unterschlupf mit einer dichten Laubschicht auspolstern, um während des Winterschlafs eine Mindestkörpertemperatur aufrecht zu erhalten.
Bis zum Ende des Frühlings sind viele der Blätter optisch „verschwunden“, einige Arten (z.B. Eiche) benötigen etwas mehr Zeit.
Aber nicht alle Pflanzen vertragen eine dickere Mulchauflage. Schattenpflanzen stammen aus Wald- oder Waldrandgebieten, sie wachsen problemlos durch die Laubauflage, dagegen reagieren Wiesen- oder Präriepflanzen eventuell empfindlicher. Restliches Laub kann im Frühjahr weggerecht und unter Sträuchern oder auf dem Kompost weiter verwendet werden. Eine leichte Schicht von Blättern oder zerkleinertem Laub ist immer nützlich. Laub ist ein Geschenk! Lassen Sie es nach Möglichkeit liegen, benutzen Sie es als Mulchschicht auf den Blumen- und Gemüsebeeten, unter Bäumen und Sträuchern oder bereiten Sie einen wertvollen Laubkompost.
Gerne gibt es weitere Informationen beim BUND Rhein-Pfalz-Kreis, Kontakt: Limburgerhof@bund-rlp.de



