Neues Rahmenkonzept für die Offene Kinder- und Jugendarbeit


Der Jugendhilfeausschuss des Rhein-Pfalz-Kreises beschließt ein neues Rahmenkonzept für die Offene Kinder- und Jugendarbeit. Das bisherige Konzept aus dem Jahr 2001 wurde aufgegriffen, überarbeitet und auf den neusten Stand gebracht. Dies war deshalb möglich, weil die Offene Kinder- und Jugendarbeit im 2. Lockdown personell nur kleine- oder digitale Gruppenangebote durchführen durfte und der Mitarbeiter der Fachberatung der Jugendpflege im Kreisjugendamt, Daniel Merk, dieses Zeitfenster nutzte, um das neue Konzept in einer Rohfassung zu erstellen. Danach wurde der Entwurf mit der Amtsleitung des Kreisjugendamtes, Thomas Baader, und dem Referatsleiter, Klaus Krieger, in vielen Sitzungen feinabgestimmt.

Die Gemeinden des Landkreises bieten mittlerweile flächendeckend eine produktiv arbeitende Jugendpflege an. Dies ist ein großer Erfolg des alten Rahmenkonzeptes, jedoch gab es immer wieder Schwierigkeiten bei der Suche nach Gemeinsamkeiten oder Bewertbarem.

„Die Aufstellung von gemeinsamen Normen ist in einer zunehmend heterogenen Gesellschaft weitestgehend überflüssig geworden, da sich Kinder und Jugendliche unterschiedlich entwickeln. Daher wurde es notwendig, ein neues, modernes Rahmenkonzept mit Mindeststandards aufzustellen, welches mit der Zeit geht“, so Bianca Staßen, Erste Kreisbeigeordnete des Rhein-Pfalz-Kreises.

Im neuen Rahmenkonzept werden Ziele formuliert, welche von den Jugendpflegern überprüft werden können und zu dem jeweiligen Sozialraum passen, sie gehen auch auf die heterogenen Sozialräume des RPK ein. Ebenso wird ein „Methodenkoffer“ zur Verfügung gestellt, aus dem sich jede Kommune entsprechend des Bedarfes bedienen kann. „Mit dem neuen Rahmenkonzept beschreiben wir, was Offene Kinder- und Jugendarbeit anbieten kann und welche Gesetzesgrundlage es gibt. Mindeststandards, also Bewährtes, wird weiter gefördert. Sie sind so angelegt, dass sie individuell an die Rahmenbedingungen der jeweiligen Kommune angepasst werden können. Ich sehe dies als Chance, dass die Kreisjugendpflege wachsen kann und ihren Aufgaben noch gerechter wird.“ so Staßen.

Durch die neuen Konzepte wird die Arbeit der Jugendpflege vor Ort transparenter und die Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern gefördert. Das Ergebnis der Arbeit ist evaluierbar, eine direkte Vergleichbarkeit der Gemeinden hinsichtlich einer „messbaren Erfolgsbilanz“ kann durch die Heterogenität der Gemeindestrukturen jedoch nicht vorgenommen werden.