Corona-Ambulanz in Mutterstadt


Landrat Clemens Körner betont, dass die neue Corona-Ambulanz zur Entlastung der niedergelassenen Arztpraxen dienen soll. Weiterhin können Patienten mit Verdacht auf Covid-19 direkt die Ambulanz aufsuchen und schützen somit die Patienten und das Personal der Arztpraxen. „Wir müssen alles dafür tun, um die niedergelassenen Arztpraxen zu schützen und weiterhin funktionsfähig zu erhalten“, so Landrat Körner. Die Ambulanz soll voraussichtlich am kommenden Montag, 06. April 2020, geöffnet werden.

Für die notwendige medizinische Ausrüstung und die Organisation der Praxisabläufe zeichnet sich Werner Leibig, Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin, in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung und der Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis verantwortlich. Weitere niedergelassene Ärzte werden in der Corona-Ambulanz abwechselnd Untersuchungen vornehmen.

Die Corona-Ambulanz können Patientinnen und Patienten aus dem Rhein-Pfalz-Kreis und der Städte Ludwigshafen, Frankenthal und Speyer aufsuchen, die Symptome aufweisen, die auf eine mögliche Erkrankung durch das Sars-COV2 hinweisen können:

Dazu zählen z.B. Fieber, trockener Husten, Halsschmerzen, Geruchs- und Geschmacksverlust, Gliederschmerzen, Durchfall etc. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nur Patienten mit Symptomen die Ambulanz aufsuchen sollen, da eine Testung ohne Symptome falsch negativ ausfallen kann. Wer in der Corona-Ambulanz untersucht werden möchte, muss vorab einen Termin bei der Hotline des Gesundheitsamtes unter der Telefonnummer 0621/5909-5800 ausmachen.

Zum genannten Termin sind die Karte der Krankenkasse, Personalausweis und ein eigener Kugelschreiber mitzubringen. Ebenso wird dringend darum gebeten, vorab mitzuteilen, ob bereits eine Quarantäne des Patienten besteht.

„Ich unterstütze die Initiative von Werner Leibig sehr gerne, da dadurch gewährleistet werden kann, dass Patientinnen und Patienten mit ganz anderen Krankheiten und Anliegen weiterhin ihren Hausarzt aufsuchen können und nicht Gefahr laufen müssen, sich mit dem Coronavirus in der Arztpraxis anzustecken. Für dieses Engagement von Herrn Leibig möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Mein Dank geht auch die Ärzte, die bereitwillig ihre Unterstützung für die Corona-Ambulanz zugesagt haben, an die MTAs, die sich daran beteiligen und natürlich an Bürgermeister Hans-Dieter Schneider, der mit dem Aufbau der Ambulanz in Mutterstadt sofort einverstanden war und die weiteren Wege geebnet hat“, freut sich Clemens Körner. „Danke auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, insbesondere des Gesundheitsamtes, für das bisherige übergroße Engagement und die vielfältige Unterstützung „unserer“ Institutionen“.

Die Kreisverwaltung betont ausdrücklich, dass trotz der räumlichen Nähe der geplanten Corona-Ambulanz zu der daneben liegenden Integrierten Gesamtschule in Mutterstadt der Sicherheitsabstand zur Schule in jedem Falle eingehalten wird.

Es werden ein Sichtschutz und Bauzäune angebracht, um keinen Kontakt mit einem etwaigen Schulbetrieb zu haben. Die Schule ist aktuell mindestens noch bis zum Ende der Osterferien geschlossen.