Lohnersatz wegen Schul- und Kitaschließung


Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus fordert vor allen Dingen Frauen heraus. Viele müssen aufgrund der Schul- und Kitaschließungen kurzfristig der Arbeit fernbleiben. Die Folgen für alle ist ein drohender Verdienstausfall. Davon betroffen sind vor allem die Mütter.

Die Gleichstellungsbeauftragten des Rhein-Pfalz-Kreises weisen darauf hin, dass der Bundestag am 25. März 2020 das Infektionsschutzgesetz dahingehend geändert hat, dass für diesen Fall finanzielle Hilfen angeboten werden. In der Gesetzesänderung heißt es:

Wer wegen Schul- oder Kitaschließung die eigenen Kinder betreuen muss und nicht zur Arbeit kann, soll gegen übermäßige Einkommenseinbußen abgesichert werden. Eltern erhalten demnach eine Entschädigung von 67 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens (maximal 2.016 Euro) für bis zu sechs Wochen. Die Auszahlung übernimmt der Arbeitgeber, der bei der zuständigen Landesbehörde einen Erstattungsantrag stellen kann.

Voraussetzung dafür ist,

  • dass die erwerbstätigen Eltern Kinder unter 12 Jahren zu betreuen haben, weil eine Betreuung anderweitig nicht sichergestellt werden kann,
  • dass Gleitzeit- beziehungsweise Überstundenguthaben ausgeschöpft sind.

Es soll Ende März 2020 in Kraft treten.