Herbstzeit: Gehäufte Betrügereien


Aktuell kann der Tagespresse entnommen werden, dass sich in unserer Region derzeit wieder die Fälle von Trickbetrug mit hohen Schadensbildern häufen. Trotz aller Aufklärungsmaßnahmen fallen immer wieder Personen - und  nicht nur Seniorinnen und Senioren -  auf die Täter rein. Die Vermögensverluste bewegen sich im mehrstelligen Bereich.

Sprechen Sie im Familien- und Bekanntenkreis über die phantasiereichen Methoden der Straftäter.
Informieren Sie sich unter www.polizei-beratung.de oder nehmen Sie mit den Fachberatern der Zentralen Polizeiprävention unter beratungszentrum.rheinpfalz@polizei.rlp.de persönlich Kontakt auf. Allgemeine Auskunft erteilt auch der Sicherheitsberater  der Gemeinde Limburgerhof für Seniorinnen und Senioren auf Anfrage unter sicherheitsberater@limburgerhof.de.

Falsche Polizisten

Die Täter nutzen eine spezielle Technik, die bei einem Anruf auf Ihrem Telefon eine gefälschte Rufnummer, z.B. des Polizeinotrufs „110“, erscheinen lässt. Mittels geschickter und glaubwürdiger Gesprächsführung, beispielsweise, die Polizei habe Hinweise auf einen geplanten Einbruch  in der unmittelbaren  Nachbarschaft, gelingt es den Betrügern immer wieder, potentielle Opfer davon zu überzeugen, dass Geld und sonstige Wertsachen vor Ort nicht sicher seien. Die Angerufenen werden veranlasst, ihr gesamtes Vermögen abzuheben und nach Hause zu holen. Geld und Wertsachen sollen dann an einem vereinbarten Ort in der Nähe des Wohnhauses zur Abholung bereit gelegt werden. Oder jemand werde vorbei kommen, um Geld und Wertsachen „in Sicherheit“ zu bringen.

  • Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotruf-Nummer 110 an.
  • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten oder dazu auffordern, Geld oder Wertsachen herauszugeben oder, wie geschehen, zur Abholung vor die Haustür zu legen.
  • Fragen  Sie immer selbst direkt  bei der Polizei  nach, wenn sich jemand vor Ihrer Haustür  oder am Telefon als Mitarbeiter der Polizei ausgibt. Wählen Sie selbst die Rufnummer der nächsten Polizeidienststelle (für Limburgerhof die Polizeiinspektion Schifferstadt Rufnummer 06235 - 4950). Benutzen Sie nicht die Rückruftaste, da Sie sonst möglicherweise wieder bei den Betrügern landen. 
  • Holen Sie sich Unterstützung bei nahen  Angehörigen oder Nachbarn.

Betrug per WhatsApp

Die Kriminellen bitten im Namen einer Tochter, eines Sohnes oder eines anderen Familienmitglieds, die angeblich neue Handynummer zu speichern – und sie bitten um Geld. Sie erklären per WhatsApp, dass auf dem neuen Handy kein Online-Banking möglich sei und bitten, einen Geldbetrag für sie zu überweisen. Oft überweisen die Opfer das geforderte Geld in der Meinung, dem eigenen Kind oder Enkel zu helfen.

  • Wenn Sie von Ihnen bekannten Personen unter einer unbekannten Handynummer kontaktiert werden, speichern Sie die Nummer nicht automatisch ab.
  • Bleiben Sie bei unbekannten Handynummern mißtrauisch. Fragen Sie bei der Ihnen bekannten Person auf anderem Weg nach.
  • Die Bitte um Geldüberweisungen per WhatsApp und andere Handydienste sollte immer misstrauisch machen und überprüft werden.
  • Achten Sie auf die Sicherheitseinstellungen Ihres verwendeten Nachrichtenservices (WhatsApp, Messenger etc.)

Datenklau per E-Mail

Sie erhalten eine täuschend echt gefälschte E-Mail einer Bank, eines  online-Versandhändlers oder ähnlichem und werden aufgefordert, Ihre Kundendaten einschließlich Ihrer Paßwörter per Link zu bestätigen, um einen Service weiter nutzen zu können. Im schlimmsten Fall erhalten Täter so Zugriff auf Ihr Kunden-  oder Bankkonto und sind damit selbst in der Lage, hohe Beträge abzubuchen oder hochwertige Waren zu Ihren Lasten zu bestellen. Daneben besteht die Möglichkeit, dass Sie beim unkontrollierten Anklicken eines unbekannten Links sich einen Computervirus herunterladen, der Ihr Computersystem sperrt und Sie auf diesem Weg auch  erpressbar macht.