Achtung, Abzocke!


Unseriöse Anrufe von angeblichen Blindenwerkstätten

 

Das Deutsche Blindenhilfswerk warnt aktuell vor unerlaubten Werbeanrufen, bei denen sich Anrufende als Vertreter von Blindenwerkstätten ausgeben und zum Kauf sogenannter Blindenwaren drängen

Tatsächlich handelt es sich bei vielen dieser Anrufe um unerlaubte, teilweise KI-gestützte Telefonwerbung. Seriöse Blindenwerkstätten oder Blindenhilfsorganisationen führen keine Werbeanrufe ohne die ausdrückliche Einwilligung der angerufenen Person durch.

Das LKA Rheinland-Pfalz weist ausdrücklich darauf hin, dass es durchaus seriöse Anbieter von Blindenwaren gibt. Verbraucher sollten sich jedoch vor einem Kauf vergewissern, mit wem sie tatsächlich sprechen. Informationen zu staatlich anerkannten Blindenwerkstätten bietet der Bundesverband staatlich anerkannter Blindenwerkstätten e.V.

So kann man sich schützen:

  • Lassen Sie sich den Namen des Unternehmens sowie der angeblichen Blindenwerkstatt nennen.
  • Geben Sie keine persönlichen oder finanziellen Daten am Telefon preis.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und beenden Sie das Gespräch, wenn Ihnen der Anruf unseriös erscheint.
  • Weisen Sie den Anrufenden darauf hin, dass unerlaubte Werbeanrufe gesetzlich verboten sind.

Sollten Sie telefonisch zum Kauf gedrängt worden sein und anschließend eine Auftragsbestätigung oder Rechnung erhalten, obwohl Sie keinen Kaufvertrag abschließen wollten, widerrufen Sie den Vertrag unverzüglich schriftlich innerhalb der gesetzlichen Frist. Werden Sie trotz eines Widerrufs weiter zur Zahlung aufgefordert oder von einem Inkassounternehmen kontaktiert, wenden Sie sich an die Polizei oder an die Verbraucherzentrale.

 

Anrufe von angeblichen Bankmitarbeitern

 

Die Täter verwenden  beispielsweise gefälschte E-Mails, SMS-Nachrichten oder Anrufe, um den Eindruck zu erwecken, dass sie von der genutzten Hausbank stammen. Die Nachrichten enthalten oft ängstigende Behauptungen, wie etwa unbefugte Kontobewegungen oder verdächtige Aktivitäten auf dem Konto des Opfers. In solchen Situationen geraten die Menschen leicht in Panik und sind geneigt, den Anweisungen der vermeintlichen Bankmitarbeiter zu folgen.

Die Betrüger fordern dann dazu auf, persönliche Informationen wie Passwörter, PINs, TANs oder andere vertrauliche Daten preiszugeben. Sie könnten auch vorgeben, dass dringende Maßnahmen ergriffen werden müssen, wie beispielsweise das Verschieben von Geldern auf "sichere" Konten. Oft geben sie vor, Opfer eines Hackerangriffs zu sein und behaupten, dass die Kooperation des Kunden notwendig ist, um die Sicherheit wiederherzustellen.

Schutzmaßnahmen gegen Betrug durch falsche Bankmitarbeiter:

  • Nehmen Sie niemals an, dass eine Nachricht oder ein Anruf tatsächlich von Ihrer Bank stammt. Kontaktieren Sie stattdessen Ihre Bank direkt über die offizielle Website, die auf der Rückseite Ihrer Karte aufgeführt ist, oder über die offizielle Kundendienstnummer.
  • Ihre Bank wird Sie niemals nach vertraulichen Daten wie Passwörtern, PINs oder TANs fragen. Teilen Sie diese Informationen niemals über E-Mail, SMS oder Telefon mit.
  • Betrüger setzen oft auf Druck, um ihre Opfer zu verängstigen und zu überrumpeln. Bleiben Sie ruhig und lassen Sie sich nicht zu überstürzten Entscheidungen drängen.
  • Informieren Sie sich über die aktuellen Betrugsmaschen und teilen Sie dieses Wissen mit Familie und Freunden. Je besser informiert Sie sind, desto weniger anfällig sind Sie für Betrügereien.

© Quellen Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz und Polizei NW