Amerikanisches Erdbeben

Turmschreiber Michael Cramer stellt TAGEBUCH VI vor

Michael Müller hatte Turmschreiber Michael Cramer eingeladen, sein neues TAGEBUCH VI imMehrgenerationenhaus (MGH), Limburgerhof, vorzustellen. Cramer dankte Michael Müller dafür. Ganz herzlich danke er auch Bürgermeister Dr. Peter Kern für sein beeindruckendes Vorwort und besonders dafür, dass er es sich nicht hatte nehmen lassen, zur Vorstellung zu kommen.
Kern schreibt in seinem Vorwort: „Es atmet weit greifend den Geist der Zeit, wie zum Beispiel den Aufbruch durch den amerikanischen Präsidenten, um dann den Bogen immer wieder in heimische Gefilde zu schlagen.“ Damit bezog er sich auf das Kapitel: „Das amerikanische Erdbeben vom 4. November 2008 spürte man auch in Limburgerhof.“ Cramer wertete die weitere Aussage des Bürgermeisters: „Man fühlt sich an das „Schätzkästlein“ von Johann Peter Hebel erinnert, das vor genau 200 Jahren in Tübingen erschien. Ein „Schatzkästlein“ nämlich ist es, das Michael Cramer vor uns öffnet und daraus Kostbarkeiten ausbreitet.“, als einen wertvollen Schlüssel zum Verständnis des Buches.

Turmschreiber Michael Cramer erklärte, dass, wie auch schon bei den Vorgängerbüchern siedele er immer „mehrere Familien“ unter einem Dach an - um einmal dieses Bild zu gebrauchen. Zur „ersten Familie“ gehören die lokalgeschichtlichen Ereignisse, wie die Eröffnung des Bürgerbüros und die Wiedereröffnung des ehemaligen Jagdturmes von Graf Waldner von Freundstein nach der Renovierung, sowie der Neujahrsempfang für die Boulespieler im Turm, den Dr. Michael Hespos und er organisiert haben.

Die „zweite Familie“ ist das diesjährige Schwerpunktthema: M u s i k - nach Literatur und Malerei in den Vorgängerbüchern - getragen von den sommerlichen Konzerten im Schösschenpark. Die Kapitelfolge beginnt natürlich mit Sekt. Cramer erinnerte in diesem Zusammenhang an den „Schösschensekt“. Das letzte Kapitel in diesem Abschnitt endet im Himmel. Unter der Ägide des Olymps wird im Himmel diskutiert, welches das schönste Musikinstrument ist. Belletristik pur! Auch eine kurze Hommage an Michael Jackson ist festgehalten.

Wein, Weib und Gesang heißt es so schön. Der Turmschreiber hatte letztes Jahr das Glück den Besuch im Turm von einer Kosmetikerin, ihrer Familie und ihrer Freunden zu bekommen. Das Fachgespräch mit ihr über Kosmetik habe er im Buch auch festgehalten. Soviel zu „Weib“, kommentierte er.

Wo es Wein gibt, gibt es auch Brot. Ein weiteres Thema ist deshalb das Interview mit Großbäcker Peter Görtz, einer der beiden Geschäftsführer der gleichnamigen Bäckerei in Neuhofen. Es ist ein sehr unterhaltsames Kapitel geworden, weil die Leser und Leserinnen mit Cramer einmal hinter die Kulissen gucken können.

Die „dritte Familie“ ist eine Sammlung lustiger Geschichten, Märchen und Gedichte - kurz der Hauptteil der „Schatztruhe“. Der Turm ist der Ort seiner Inspiration sagte Cramer. Er beflügelt seine Fantasie zu den fiktiven Geschichten und Märchen. Dort arbeite er aber auch seine Eindrücke auf, die er von seinen Spaziergängen in der näheren und weiteren Umgebung mitbringe.
In seiner Welt der Geschichten gehe es um das Leben, um die Liebe, um Gefühle und Humor, kommentierte der Turmschreiber. Alles ist, so hofft er, gut gewürzt und mit Situationskomik leicht verdaulich aufbereitet. Und er würde sich freuen, wenn man ihm zustimmt: Lachen ist immer noch die beste Medizin und die kostengünstigste. Wegen eventueller Nebenwirkungen fragen sie aber besser ihren Arzt oder Apotheker.

Abschließend erinnerte er an den unvergessenen Humoristen Heinz Erhardt, der einmal in einer Fernsehsendung gesagt hat, dass er beschlossen habe, als er mit 5 Jahren noch Bettnässer war, „Dichter" zu werden. Nun wissen Sie, warum auch Cramer dichtet.