Die Stadt Chenôve

 

Chenôve, unmittelbar am südlichen Stadtrand Dijons gelegen, gehört zu den ältesten Gemeinden der Burgundischen Weinstraße. Seine Ursprünge reichen bis in die Römerzeit zurück.

 

Weinbau bringt großes Ansehen
Im Mittelalter kommt das kleine Dorf dank seines Weinbaus zu großem Ansehen. Von dieser ruhmreichen Vergangenheit zeugt heute noch die Kelter der Herzöge von Burgund, die zu den erstaunlichsten architektonischen und technischen Errungenschaften des Mittelalters zählt.
Sie werden schon 1934 als Kulturdenkmäler anerkannt. 1987 wurde eine der Keltern auf Initiative der Stadt Chenôve restauriert. Seither findet immer am dritten Septemberwochenende das Kelterfest statt.
1997 standen die Pressen im Mittelpunkt einer wissenschaftlichen Untersuchung durch das französische Kultusministerium.

 

Im Strom der Industrialisierung
Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts bleibt Chenôve ein bescheidenes Dorf mit engen Straßen, grossbürgerlichen Anwesen, kleinen Häusern, Weinkellern und Remisen um den Dorfplatz und die Kirche.
1884 tritt die Gemeinde mit der Ansiedlung der Eisenbahnwerkstätten in eine neue Phase seiner Entwicklung ein. Es entstehen neue Wohnviertel. 1936 zählt Chenôve 2500 Einwohner.

 

Wirtschaftlicher Aufschwung
Nach dem Krieg erlebt Chenôve nahezu eine Bevölkerungsexplosion: von 1960 bis 1973 schnellt die Einwohnerzahl von 5000 auf 21500 hoch.
Gleichzeitig erfährt die Stadt ein starkes Wirtschaftswachstum, ausgedehnte Gewerbegebiete entstehen.

 

Sport, Kultur und Soziales als Schwerpunkte
Ende der 70er Jahre setzt sich die Kommune unter der Leitung von Bürgermeister Roland Carraz für ein gezieltes und anspruchsvolles Konzept städtebaulicher Umstrukturierung und Sanierung ein.
Parallel dazu werden Dienstleistungsangebot und Infrastruktur Chenôves in den Bereichen Soziales, Kultur und Sport erheblich ausgebaut. Im Zuge dieser Maßnahmen erhält Chenôve 1999 die Auszeichnung „Sportlichste Stadt Frankreichs“ und darf den Titel „Ville fleurie“ tragen.

 

Neuer Kurs im Städtebau
Nach dem frühen Tod von Roland Carraz liegt das Umsetzen des neuen städtebaulichen Konzeptes seit Ende 1999 in den Händen von Jean Esmonin. Das Erschließen neuer Wohnviertel, das nahverkehrstechnische Anbinden, Sanieren des Einkaufszentrums, Neubau eines Kulturkomplexes, ein ausgeweitetes Dienstleistungsangebot der öffentlichen Ämter sowie Maßnahmen zum verbesserten Schutz der Bevölkerung sind bereits bewältigt oder Aufgaben der nächsten Jahre.


Weitere Informationen gibt es unter www.ville-chenove.fr