Gemeinde mit Charme und Vision

Festabend zum 75-jährigen Bestehen Limburgerhofs und 30 Jahre Städtepartnerschaft

„Wir Bürgerinnen und Bürger von Limburgerhof sind wie eine große Familie!“, sagte Bürgermeister Peter Kern, als er im Kultursaal die zahlreichen Geburtstagsgäste zum 75-jährigen Gemeindejubiläum und zur 30-jährigen Städtepartnerschaft mit Chenôve begrüßte. Unter den Gratulanten befanden sich auch Landesvizepräsident Jürgen Creutzmann und die Landtagsabgeordnete Hannelore Klamm sowie eine Delegation der Partnerstadt mit Bürgermeister Jean Esmonin an der Spitze.
Nach dem grandiosen Auftakt durch die 60-köpfige Stadtkapelle Chenôve hielt der Bürgermeister einen kleinen Rückblick auf die Entwicklung der Gemeinde. Mundartdichter und Turmschreiber Paul Tremmel beschrieb die Entstehung der selbständigen Gemeinde Limburgerhof auf seine pfälzisich humorvolle Art als „schwere Geburt“.
„In Limburgerhof, da stimmt’s!”, wusste Landrat Werner Schröter und zeigte sich beeindruckt von der Darbietung des CB-Flötenen-sembles als Wertschätzung dem verstorbenen Charlie Büttner ge-genüber. Die Jubilargemeinde sei, so der Landrat, eine in vielerlei Hinsicht besondere Gemeinde. In einzelnen Teilen schon frühge-schichtlich erwähnt, wie etwa die alte Mühle am Rehbach, habe sich die jüngste verbandsfreie Gemeinde im Kreis eine besondere Stellung erworben. So sei Limburgerhof Standort mehrerer überörtlicher Einrichtungen. Besonderen Respekt zolle er darü-ber hinaus dem in der Jubiläums-gemeinde besonders stark gelebten Ehrenamt.
Die DJK-Showtanzgruppe präsentierte am Schluss ihrer begeisternden Vorführung ein Puzzlespiel aus vier Teilen. Dabei handelte es sich um die Umrisse der Gemarkungsstücke, von denen sich die Nachbargemeinden Schifferstadt, Mutterstadt, Neuhofen und Rheingönheim durch Verfügung des Bayrischen Innenministeriums zur Gründung Limburgerhofs trennen mussten. Stellvertretend für seine Amtskollegen lobte der Schifferstadter Bürgermeister Klaus Sattel die sehr gute nachbarschaftliche Zusammenarbeit. Habe es auch nach Presseberichten aus den Jahren vor der Gründung Lim-burgerhofs „kein öffentliches Interesse“ für einen solchen Schritt gegeben, so könne sich heute niemand den Rheinpfalz-Kreis ohne Limburgerhof vorstellen.

Nach der beeindruckenden Darbietung des A capella-Ensembles „Tonal Express“ übergab der Leiter des BASF-Agrarzentrums Jür-gen Oldeweme eine Kostbarkeit, die früher in den Boden des Jagdzimmers im Turm eingelassen und lange Zeit in der BASF-Verwaltung untergebracht war. Es handelte sich um das Familienwappen des Grafengeschlechts Waldner von Freundstein, eine Intarsienar-beit aus sieben verschiedenen wertvollen Holzarten. Frisch restauriert soll das Werk seinen Platz im Schlösschen finden. Limburger-hof bezeichnete Oldeweme als „eine Gemeinde mit Charme und Vision“. „Hier haben für die BASF wichtige Umwälzungen stattgefunden und das soll so weitergehen.“

Chenôves Bürgermeister Jean Esmonin (Bildmitte) übergab als Geschenk eine Skulptur und meinte zum Geburtstag Limburgerhofs, das nahe Dijon gelegene Chenôve blicke auf seine Ursprünge in der Römerzeit zurück, Limburgerhof mit seinen 75 Jahren dagegen habe sein ganzes Leben noch vor sich. Die Städtepartnerschaft verglich er mit einem Ehepaar, das es verstanden habe, Abwechslung in die Beziehung, in das Miteinander zu bringen. Es habe sich eine sehr enge, und wertvolle Freundschaft zwischen den beiden Kommunen entwickelt. Bezeichnend sei auch die herzliche Aufnahme bei den Gastfamilien gewesen. Mehr als 60 französische Gäste hatten priva te Quartiere gefunden. Am Sonntagvormittag gab die Stadtkapelle noch ein sehr gut besuchtes Konzert im Kultursaal. (dkr)