Fischer, Theodor: Badische Anilin- und Soda-Fabrik, Arbeiterkolonie Limburgerhof, Lehrerwohnungen (Ansicht)

Entwurfsplanung

DENKMALSCHUTZZONE ALTE UND NEUE KOLONIE 

Quartiersbereich A "Alte Kolonie"

Örtliche Bauvorschriften (Gestaltungssatzung) Quartiersbereich A „Alte Kolonie“

A.1. Innere Gestaltung der Hauptgebäude (Teilflächen 1a und 1b) und der historischen Anbauten (Teilflächen 2a und 2b)

Im Gebäudeinneren der Hauptgebäude (Teilflächen 1a und 1b) und der historischen Anbauten (Teilflächen 2a und 2b) sind bauliche Änderungen und Nutzungsänderungen zulässig, sofern sie sich nicht auf die äußere Gestaltung der Gebäude auswirken.

A.2. Äußere Gestaltung der Hauptgebäude (Teilflächen 1a und 1b) und der historischen Anbauten (Teilflächen 2a und 2b)

Bei den Hauptgebäuden (Teilflächen 1a und 1b) handelt es sich um einheitlich als Doppelhäuser errichtete 1½- geschossige unverputzte Ziegelbauten über Hausteinsockel mit stichbogigen Öffnungen und mit 30° geneigten, traufständigen Satteldächern mit Schopfwalmen (auch Krüppelwalmdächer genannt) zu den angrenzenden Straßen Speyerer Straße, Brunckstraße und Sieglestraße.

Bei den historischen Anbauten (Teilflächen 2a und 2b) handelt es sich um einheitlich an der gemeinsamen Grundstücksgrenze errichtete, eingeschossige unverputzte Ziegelbauten mit stichbogigen Öffnungen, die an die Hauptgebäude angebaut sind und ein gemeinsames 29° geneigtes, giebelständiges Satteldach haben.

Die äußere Gestaltung der Hauptgebäude (Teilflächen 1a und 1b) und der historischen Anbauten (Teilflächen 2a und 2b) ist zu erhalten und darf grundsätzlich nicht verändert werden, wobei die historischen Anbauten mit einem maximal 6 cm starken, rein mineralischen Wärmedämmputz, Farbe gelb (RAL XXXX) versehen werden können (siehe Teil III, Ziffer A.2.1.1).

A.2.1. Fassadengliederung, Fassadenelemente der Hauptgebäude (Teilflächen 1a und 1b) und der historischen Anbauten (Teilflächen 2a und 2b)

An der historischen Fassadengliederung der Hauptgebäude (Teilflächen 1a und 1b) und der historischen Anbauten (Teilflächen 2a und 2b) ist grundsätzlich keine Veränderung zulässig. Dies gilt auch für die Fassadenelemente unverputztes Ziegelmauerwerk, wobei die historischen Anbauten mit einem maximal 6 cm starken, rein mineralischen Wärmedämmputz, Farbe gelb (RAL XXXX) versehen werden können (siehe Teil III, Ziffer A.2.1.1), Hausteinsockel, stichbogige Öffnungen, Außentüren, Fenster und Klappläden.

A.2.1.1 Unverputztes Ziegelmauerwerk (Sichtmauerwerk) der Hauptgebäude (Teilflächen 1a und 1b) und der historischen Anbauten (Teilflächen 2a und 2b); Anbringen von Wärmedämmputz an den historischen Anbauten

Das Sichtmauerwerk der Hauptgebäude (Teilflächen 1a und 1b) aus gelben Ziegelsteinen, gemauert im Blockverband (Reihen von Läufern und Reihen von Bindern wechseln sich ab) sowie einer Rollschicht aus hochkant gestellten Ziegelsteinen als horizontales Band zur Fassadengliederung auf Höhe der Fensterbänke ist unverändert zu erhalten. Außenwärmedämmung, Putz und Farbanstrich sind unzulässig (Hinweise zu Fassadenausbesserung und -reinigung siehe Teil IV „Empfehlungen und Hinweise“, Ziffer XY [wird noch ergänzt]).

Das unverputzte Ziegelmauerwerk der historischen Anbauten (Teilflächen 2a und 2b) ist unverändert zu erhalten oder die historischen Anbauten dürfen mit rein mineralischen Wärmedämmputz (Stärke bis max. 6 cm) gedämmt werden, der farblich an die gelben Sichtmauerwerksfassaden der Hauptgebäude (Farbton RAL XXXX) anzugleichen ist. Der Oberputz ist als Glattputz mit feiner Körnung auszuführen. Die leicht aus der Fassade hervortretenden Sandsteinfensterbänke sind entsprechend anzupassen.

Die Fassaden der Hauptgebäude und der historischen Anbauten sind bewuchsfrei zu halten.

A.2.1.2 Hausteinsockel, Eingangsstufen

Die Hausteinsockel der Hauptgebäude (Teilflächen 1a und 1b) aus rotem Sandstein sind unverändert zu erhalten. Außenwärmedämmung, Außenputz und Farbanstrich sind unzulässig (Hinweise zu Ausbesserung und Reinigung der Natursteine siehe Teil IV „Empfehlungen und Hinweise“, Ziffer XY [wird noch ergänzt]).

Eingangsstufen für Hauptgebäude und historische Anbauten sind aus rotem Sandstein zu erhalten bzw. herzustellen. Sie können aber auch aus entsprechend farbigen Betonstufen oder mit einfarbigen Klinkern/Fliesen (Farbton RAL XXXX) hergestellt werden.

A.2.1.3 Stichbogige Öffnungen, Kelleröffnungen

Die stichbogigen Öffnungen der Hauptgebäude (Teilflächen 1a und 1b) mit Werksteinen aus rotem Sandstein als Abschluss der gemauerten Bögen bzw. als oberer und unterer Abschluss der Laibungen mit Sohlbank aus rotem Sandstein dürfen nicht verändert werden. Wird ein Wärmedämmputz auf die Fassaden der historischen Anbauten (Teilflächen 2a und 2b) aufgebracht, sind die stichbogigen Öffnungen entsprechend zu erhalten und die Sandsteinfensterbänke entsprechend anzupassen (siehe Teil III „Örtliche Bauvorschriften (Gestaltungssatzung)“, Ziffer A.2.1.1).

Die Größe der im Sockelbereich befindlichen Maueröffnungen der Hauptgebäude (Teilflächen 1a und 1b), zwei trauf- und zwei giebelseitig, darf nicht verändert werden.

A.2.1.4 Hauseingangstüren, Außentüren

Noch vorhandene originale Hauseingangstüren und Außentüren der historischen Anbauten aus der Entstehungszeit der Gebäude sind -soweit es ihr Zustand zulässt- zu erhalten bzw. zu restaurieren.

Bei Erneuerung (Ersatz) der in den 1980er/1990er-Jahren eingebauten Hauseingangstüren aus Kunststoff sind diese entsprechend der ursprünglichen, bauzeitlichen Gestaltung als Füllungstür mit teilweiser Verglasung herzustellen. Die Füllungen können zur Vereinfachung glatt ausgeführt werden. Auch die Außentüren der historischen Anbauten sind entsprechend der ursprünglichen, bauzeitlichen Gestaltung herzustellen.

Als Material ist bei einer Erneuerung Holz zu verwenden.

Die Details der Gestaltung sind anhand von Zeichnungen, die bei der Denkmalschutzbehörde erhältlich sind, auszuführen.

Als Farbton ist cremeweiß (RAL XXXX) zu verwenden.

A.2.1.5 Fenster

Die vorhandenen Fenstergrößen und -formate der Hauptgebäude (Teilflächen 1a und 1b) und der historischen Anbauten (Teilflächen 2a und 2b) dürfen nicht verändert werden.

Bei Erneuerung (Ersatz) der Kunststofffenster aus den 1980er/1990er-Jahren sind die Fenster mit schlanken Profilen entsprechend der ursprünglichen, bauzeitlichen Gestaltung unter Beachtung der Stichbögen am oberen Abschluss herzustellen.

Die Fenster sind dreiflügelig mit zwei Dreh-/Drehkippflügeln mit je einer Quersprosse unterhalb des Kämpfers und einem Oberlichtflügel mit einer Senkrechtsprosse oberhalb des Kämpfers auszubilden.

Die Sprossen sind als „Wiener Sprossen“ („unechte Sprossen“, „Denkmalsprossen“) auszuführen.

Nur Sprossen im Scheibenzwischenraum der Isolierverglasung sind unzulässig.

Die Fensterflügel sind mit Wetterschenkeln im Material der Fensterrahmen zu versehen.

Bei der Isolierverglasung sind bedampfte, gefärbte oder stark spiegelnde Glasscheiben unzulässig. Als Material für die Fenster ist bei einer Erneuerung Holz zu verwenden.

Die Details der Gestaltung sind anhand von Zeichnungen, die bei der Denkmalschutzbehörde erhältlich sind, auszuführen.

Als Farbton ist cremeweiß (RAL XXXX) zu verwenden.

Verglaste Anbauten (Wintergärten) und Glasdächer bzw. -überdachungen siehe Teil III „Örtliche Bauvorschriften (Gestaltungssatzung)“, Ziffern A.3. und A.4.

A.2.1.6 Klappläden

Die Klappläden sind zu erhalten und dürfen nicht von den Fassaden der Hauptgebäude (Teilflächen 1a und 1b) entfernt werden.

Bei Erneuerung (Austausch) sind die Klappläden wie bisher zweiflügelig mit oberem stichbogigem Abschluss auszubilden und etwa auf Höhe der Kämpfer der Fenster mit einem Querriegel zu versehen. Die Klappläden an den Hauptgebäuden (Teilflächen 1a und 1b) der Sieglestraße haben oberhalb der Querriegel eine waagerechte Lamellenfüllung und unterhalb eine diagonal verlaufende geschlossene Bretterfüllung. Die Klappläden an den Hauptgebäuden (Teilflächen 1a und 1b) der Brunckstraße und Speyerer Straße haben oberhalb der Querriegel eine offene und unterhalb eine geschlossene waagerecht verlaufende Lamellen- bzw. Bretterfüllung.

Als Material ist bei einer Erneuerung Holz zu verwenden.

Die Details der Gestaltung sind anhand von Zeichnungen, die bei der Denkmalschutzbehörde erhältlich sind, auszuführen.

Bei den Klappläden an den Hauptgebäuden der Sieglestraße sind diese einschließlich der Beschläge mit einem grünen Anstrich, Farbton RAL XXXX, zu versehen und bei den Klappläden an den Hauptgebäuden der Brunckstraße und der Speyerer Straße sind Rahmen, Querriegel einschließlich Beschläge mit einem braunen Anstrich, Farbton RAL XXXX und die Füllungen mit einem cremeweißen Anstrich, Farbton RAL XXXX, zu versehen.

A.2.1.7 Rollläden, Außenjalousien, Fenstermarkisen, Insektenschutzgitter

Rollläden, Außenjalousien und Fenstermarkisen für die Fenster der Hauptgebäude (Teilflächen 1a und 1b) sind unzulässig. Unauffällig angebrachte Insektenschutzgitter sind zulässig.

Bei Dachfenstern (siehe Teil III „Örtliche Bauvorschriften (Gestaltungssatzung)“, Ziffer A.2.2.3) sind flach eingebaute Rollläden und Insektenschutzgitter zulässig.

Bei den Glasanbauten (Wintergärten; Teilflächen 3a und 3b, siehe Teil III „Örtliche Bauvorschriften (Gestaltungssatzung)“, Ziffer A.3.) sind Rollläden, Außenjalousien und Markisen zulässig.

An den historischen Anbauten (Teilflächen 2a und 2b) sind Markisen zulässig. Dies gilt auch auf oder unterhalb der Glasdächer bzw. Pergolen auf den Teilflächen 4a und 4b.

A.2.2. Dächer der Hauptgebäude (Teilflächen 1a und 1b) und der historischen Anbauten (Teilflächen 2a und 2b)

A.2.2.1 Dachformen, Dachneigungen

Dachform und Dachneigung der Hauptgebäude (Teilflächen 1a und 1b) mit 30° geneigten, traufständigen Satteldächern mit Schopfwalmen (auch Krüppelwalmdächer genannt) und der historischen Anbauten (Teilflächen 2a und 2b) mit gemeinsamen 29° geneigten giebelständigen Satteldächern, die unterhalb der Dächer der Hauptgebäude an deren Außenwände angrenzen, dürfen nicht verändert werden.

A.2.2.2 Dacheindeckung

Sofern der Zustand der vorhandenen Dachziegel der Hauptgebäude (Teilflächen 1a und 1b) und der historischen Anbauten (Teilflächen 2a und 2b) es zulässt, sind diese zu erhalten bzw. wiederzuverwenden. Dies gilt insbesondere für die Sonderformziegel an First, Graten und Ortgängen mit ihren bemerkenswerten Zierformen. Bei einer Neueindeckung der Dachflächen sind kleinformatige, naturrote Doppelmuldenfalzziegel (vergleichbar Ludowici Z1 bzw. TIW Z1) zu verwenden.

Die First- und die Gratziegel sind als naturrote Tonziegel, in Wiederholung der historischen Formgebung und Ziegelgröße (TIW F1 und W2) einzudecken. Zur Sicherstellung der Hinterlüftung sind möglichst flache Lüfterziegel zu verwenden.

Die Ortgangziegel bzw. Windbordziegel sind als naturrote Tonziegel, in Wiederholung der historischen Formgebung und Ziegelgröße (TIW S2 und S E 4) einzudecken, das Endstück ist gemäß historischem Bestand mit Volute zu versehen.

Die profilierten auskragenden Holzteile der Dachkonstruktion und der Dachuntersicht (Sparren- und Pfettenköpfe, Traufgesims, Ortganggesims) sind zu erhalten bzw. bei Substanzverfall im gleichen Material exakt nachzubauen. Sie sind in gebrochenem Weißton (RAL XXXX) zu streichen.

Bei einer Dachsanierung bzw. Neueindeckung ist ausnahmsweise eine Dacherhöhung bis max. 6 cm zulässig (siehe Teil II „Bauplanungsrechtliche Festsetzungen“, Ziffer A.3.).

A.2.2.3 Dachaufbauten, Dacheinschnitte, Dachfenster, Kamine, Regenrinnen, Fallrohre

Dachaufbauten, wie Gauben und Zwerchgiebel, Dacheinschnitte, wie Loggien und Dachbalkone sind bei den Hauptgebäuden (Teilflächen 1a und 1b) und den historischen Anbauten (Teilflächen 2a und 2b) unzulässig.

Hochrechteckige Dachfenster (Rahmenhöhe > Rahmenbreite) mit flach eingebauten Rollläden sind auf den Dächern der Hauptgebäude und der historischen Anbauten je Dachfläche mit einer maximalen Größe von 2 m² zulässig.

Sind Kamine zu erneuern, sind sie gemäß dem historischen Bestand aus roten Ziegelsteinen (Sichtmauerwerk) zu mauern und nicht zu verputzen. Dies gilt auch für einen zusätzlichen Kamin pro Hauptgebäude (Teilflächen 1a bzw. 1b), der nur innerhalb der Dachflächen errichtet werden darf. Edelstahlkamine an Außenfassaden sind unzulässig (siehe auch Teil II „Bauplanungsrechtliche Festsetzungen“, Ziffer A.5.2).

Regenrinnen und Fallrohre und deren Befestigungen sind zulässig aus Titanzink und Kupfer, nicht aber aus Kunststoff.

Verwahrungen an den Übergängen von Ziegeleindeckung zu Kaminen, Dachfenstern, Entlüftungsrohren sind in Titanzink oder Kupfer herzustellen.

A.3. Äußere Gestaltung der verglasten Anbauten -Wintergärten- (Teilflächen 3a und 3b)

Zulässig sind verglaste Anbauten (Wintergärten) auf den Teilflächen 3a und 3b zum ganzjährigen oder zeitweiligen Wohnen.

Der verglaste Anbau (Wintergarten) ist mit einer blickdichten Grenzwand zum Nachbarn und mit Anschluss an den historischen Anbau (Teilflächen 2a bzw. 2b) herzustellen. Die Öffnung zwischen den beiden Gebäuden darf maximal 1,0 m breit und 2,20 m hoch sein. Dach und Wände des verglasten Anbaus sind mit Ausnahme der Grenzwand zu verglasen. Anstelle des verglasten Daches ist eine begrünte Bedachung, auch kombiniert mit Anlagen zur Nutzung solarer Strahlungsenergie zulässig (siehe Teil II „Bauplanungsrechtliche Festsetzungen“, Ziffern A.9.4.1 und A.10.4 und zum Standort des Wärmetauschers Ziffer A.9.4.4). Die entsprechenden bautechnischen Vorschriften einschließlich denen des Brandschutzes sind einzuhalten. Sonnenschutzsysteme, ggf. auch Sonnenschutzgläser und Lüftungssysteme, ggf. mit Wärmetauscher sind zulässig.

Als Dachformen sind zulässig:

  • flachgeneigtes Pultdach (PD),
  • flachgeneigtes Satteldach (SD) und
  • 29° geneigtes Satteldach (SD), wie die Dachneigung des historischen Anbaus (Teilfläche 2a bzw. 2b), kombiniert mit einem flachgeneigten Pultdach (PD)

Dabei sind die jeweiligen maximalen Wand- und Firsthöhen einzuhalten (siehe Teil II „Bauplanungsrechtliche Festsetzungen“, Ziffern A.3. und A.5.3.).

Für die Tragkonstruktion, Fenster- und Türprofile sowie Halterungen sind übliche Materialien wie Holz, Aluminium, Stahl und Kunststoff zulässig.

Als Farben hierfür sind braun (RAL XXXX), cremeweiß (RAL XXXX), weiß (RAL XXXX) und anthrazit (RAL XXXX) zulässig.

A.4. Äußere Gestaltung der Überdachungen, Terrassenüberdachungen und Pergolen (Teilflächen 4a und 4b) 

Als Überdachungsmaterial sind Glas, Polycarbonat- und Acrylplatten, jeweils klar und auch mit UV-Schutz zulässig.

Als Dachformen sind zulässig:

  • Pultdach (PD) und
  • Flachdach (FD),

wobei die maximal zulässige Höhe 2,80 m beträgt (siehe Teil II „Bauplanungsrechtliche Festsetzungen“, Ziffern A.3. und A.5.3.).

Für die Tragkonstruktion und Halterungen sind übliche Materialien wie Holz, Aluminium, Stahl und Kunststoff zulässig. Eine evtl. Befestigung der Tragkonstruktion an den Sparren des historischen Anbaus (Teilfläche 2a bzw. 2b) hat mit entsprechenden Verbindern bzw. Haltern möglichst unauffällig, d.h. ohne Beeinträchtigung der Dacheindeckung zu erfolgen.

Als Farben für die Tragkonstruktion und Halterungen sind braun (RAL XXXX), cremeweiß (RAL XXXX), weiß (RAL XXXX) und anthrazit (RAL XXXX) zulässig.

A.5. Werbeanlagen

Im gesamten Quartiersbereich A „Alte Kolonie“ sind nur Hinweisschilder bis 0,3 m² Größe an der Stätte der Leistung zulässig, die nicht mit der Gebäudefassade oder Einfriedung verbunden sind. Das Hinweisschild darf ausnahmsweise im Vorgarten aufgestellt werden.

A.6. Einfriedungen

Einfriedungen mittels Mauern, Mauerscheiben (L-Steine, U-Steine), Pflanzringen, Pflanzsteinen, Gabionen sind generell unzulässig.

Feste Einfriedungen (offene und geschlossene Zaun-/Toranlagen) und Lebendzäune sind auf den Grundstücksflächen nur wie folgt zulässig (Bezeichnung und Lage der Einfriedungen siehe Abb. „Alte Kolonie - Detailplan Einfriedungen“ und Anlage Bebauungsplan „Denkmalschutzzone Alte und Neue Kolonie“ - Planteil Einfriedungen).

Abb.: Alte Kolonie - Detailplan Einfriedungen

A.6.1. Straßenseitige Zaun-/Toranlagen Ea1 und Eb1 zwischen den Hauptgebäuden, bei Eckgrundstücken zwischen Hauptgebäude und Straßenbegrenzungslinie

Die straßenseitige Zaun-/Toranlage verläuft in einem Abstand von 5,0 m parallel zur Straßenbegrenzungslinie der Brunckstraße, Sieglestraße und Speyerer Straße auf den Baugrundstücken zwischen den Hauptgebäuden (Teilfläche 1a und Teilfläche 1b) und bei Eckgrundstücken vom Hauptgebäude senkrecht zu der jeweiligen seitlichen Straßenbegrenzungslinie.

Eine 0,8 m hohe (Elementhöhe) offene Zaun-/Toranlage (Ea1 und Eb1) als Jägerzaun (Scherenzaun, Kreuzzaun) ist aus x-förmig angebrachten Holzlatten zu erhalten bzw. zu errichten.

Vorhandene baugleiche Zaun-/Toranlagen mit einem anderen Abstand zur Straßenbegrenzungslinie haben Bestandsschutz.

Als Farbe für die Zaun-/Toranlagen ist braun zulässig.

A.6.2. Einfriedungen Ea2 und Eb2 in Höhe der hinteren gartenseitigen Baulinien der Hauptgebäude als Begrenzung der Wohngärten zur Straße hin und als Abschluss der Stellplatzflächen Sta2 und Stb2

Einfriedungen Ea2 bzw. Eb2 sind als Begrenzung der Wohngärten zur Straße hin und als Abschluss der Stellplatzflächen Sta2 und Stb2 in Höhe der hinteren gartenseitigen Baulinien der Hauptgebäude (Teilflächen 1a bzw. 1b) parallel zur Straßenbegrenzungslinie der Sieglestraße, Brunckstraße und Speyerer Straße zulässig.

Sie sind zwingend zu errichten, wenn die Stellplätze Sta2 bzw. Stb2 (Stellplätze in 2ter Reihe) angelegt werden (siehe Teil II „Bauplanungsrechtliche Vorschriften“, Ziffer A.8.1.).

Sie können ausgeführt werden als

  • Lebendzaun (Hecke) bis maximal 1,80 m Höhe, wobei anstelle des offenen Durchgangs auch ein offen oder geschlossen ausgeführtes Holztor (Elementgröße maximal 1,80 m hoch und 1,50 m breit) erstellt werden kann oder als
  • Zaun-/Toranlage aus Holz (offen oder geschlossene maximal 1,80 m hohe Elemente).

Eine bauliche Verbindung des Holztors bzw. der Zaun-/Toranlage mit dem Hauptgebäude (Teilflächen 1a bzw. 1b) ist unzulässig.

Die Zaun-/Toranlage ist auf einer Länge von mindestens 2,5 m straßenseitig dauerhaft durch eine Begrünung zu verdecken. Hierfür und für den Lebendzaun geeignete Pflanzen siehe Teil IV „Empfehlungen und Hinweise“, Ziffer XY.

Als Farben für Holztor bzw. Zaun-/Toranlage sind braun, anthrazit, schwarz und grün zulässig.

Hinweis: Im Gebietsteil A1 der Alten Kolonie entfallen bei den Eckgrundstücken Speyerer Straße / Sieglestraße (Speyerer Straße Nr. 22, Fl.-Nr. 873) und Speyerer Straße / Brunckstraße (Speyerer Straße Nr. 32, Fl.-Nr. 878) die Stellplatzflächen Sta2 und Stb2; siehe Teil I (Planurkunde)).

A.6.3. Einfriedungen Ea3 und Eb3 an oder auf der Grundstücksgrenze zwischen den vorderen straßenseitigen Zaun/Toranlagen Ea1/Eb1 und den hinteren gartenseitigen Begrenzungen Ea2/Eb2

Einfriedungen Ea3 und Eb3 sind an oder auf der Grundstücksgrenze zwischen den Zaun-/Toranlagen Ea1 und Eb1 und den hinteren gartenseitigen Begrenzungen Ea2 und Eb2 zulässig.

Sie können ausgeführt werden

  • als Jägerzaun (Scherenzaun, Kreuzzaun) aus x-förmig angebrachten Holzlatten mit einer Elementhöhe von 0,8 m oder als
  • Maschendrahtzaun, Stabgitterzaun, Doppelstabmattenzaun mit einer Elementhöhe von 0,8/0,85 m oder als
  • Lebendzaun (Hecke) bis 0,8 m Höhe.

Als Farbe für den Jägerzaun ist braun und als Farben für Metallzäune sind zusätzlich anthrazit, schwarz und grün zulässig.

Für Lebendzäune (Hecken) geeignete Pflanzen siehe Teil IV „Empfehlungen und Hinweise“, Ziffer 6.

Bei Eckgrundstücken an der Grenze mit der Straßenbegrenzungslinie gelten die Vorschriften Ea6 bzw. Eb6 siehe Teil III „Örtliche Bauvorschriften (Gestaltungssatzung)“, Ziffer A.6.6.

A.6.4. Einfriedungen Ea4 und Eb4 an oder auf den seitlichen Grundstücksgrenzen im Gartenbereich, die senkrecht zu den Straßenbegrenzungslinien der Brunckstraße, Sieglestraße, Speyerer Straße verlaufen (Sonderregelungen für Eckgrundstücke an der Grenze mit der jeweiligen Straßenbegrenzungslinie (parallel zum historischen Anbau) siehe Teil III „Örtliche Bauvorschriften (Gestaltungssatzung)“, Ziffer A.6.6).

Einfriedungen Ea4 und Eb4 sind zulässig

  • auf einer Länge von maximal 10,0 m an oder auf den seitlichen Grundstücksgrenzen, beginnend auf Höhe der hinteren Baulinie der Hauptgebäude (Teilflächen 1a und 1b) parallel zum historischen Anbau (Teilflächen 2a und 2b) und
  • auf einer Länge von maximal 4,0 m an oder auf den seitlichen Grundstücksgrenzen im Anschluss an den historischen Anbau (Teilflächen 2a und 2b) sofern auf den jeweiligen Teilflächen 3a und 3b kein Gebäude besteht oder errichtet wird.

Eine bauliche Verbindung der Zaunanlage mit dem historischen Anbau (Teilflächen 2a bzw. 2b) ist unzulässig.

Einfriedungen Ea4 und Eb4 können wie folgt ausgeführt werden

  • als Lebendzaun (Hecke) bis 1,8 m Höhe (hierfür geeignete Pflanzen siehe Teil IV „Empfehlungen und Hinweise“, Ziffer 6.) oder
  • als Zaunanlage aus Holz (offen oder geschlossen) mit einer maximalen Elementhöhe von 1,8 m oder
  • als offene Zaunanlagen aus Holz, Maschendraht, Stabgitter-, Doppelstabmattenelementen (ohne Sichtschutzelemente) mit einer Elementhöhe von maximal 1,25 m.

Die Zaunanlagen können mit einem bis 1,8 m hohen Lebendzaun (Hecke) kombiniert (hinterpflanzt) werden. Als Farben für die Zaunanlagen sind braun, anthrazit, schwarz und grün zulässig.

A.6.5. Zaunanlagen Ea5 und Eb5 an oder auf den seitlichen Grundstücksgrenzen im Anschluss an die Einfriedungen Ea4 und Eb4 und an den rückwärtigen Grundstücksgrenzen.

Zaunanlagen Ea5 und Eb5 sind zulässig an oder auf den seitlichen Grundstücksgrenzen im Anschluss an die Einfriedungen Ea4 und Eb4 bis zur rückwärtigen Grundstücksgrenze und an den rückwärtigen Grundstücksgrenzen.

Sie können wie folgt ausgeführt werden

  • als Lebendzaun (Hecke) bis 1,25 m Höhe (hierfür geeignete Pflanzen siehe Teil IV „Empfehlungen und Hinweise“, Ziffer 6.) oder
  • als offene Zaunanlagen aus Holz, Maschendraht, Stabgitter-, Doppelstabmattenelementen (ohne Sichtschutzelemente) mit einer Elementhöhe von maximal 1,25 m.

Die Zaunanlagen können mit Lebendzäunen (Hecken) bis 1,25 m Höhe kombiniert (hinterpflanzt) werden. Als Farben für die Zaunanlagen sind braun, anthrazit, schwarz und grün zulässig.

A.6.6. Einfriedungen Eckgrundstücke Ea6 und Eb6 an der Grenze mit der jeweiligen Straßenbegrenzungslinie Carostraße, Knietschstraße, Vischerstraße, Brunckstraße, Sieglestraße, Kaiserallee, parallel zum historischen Anbau.

Für die Einfriedung von Eckgrundstücken Ea6 und Eb6 an der Grenze mit der Straßenbegrenzungslinie gilt folgendes:

Die offene Zaunanlage ist mit einer Elementhöhe von 0,8 m als Jägerzaun (Scherenzaun, Kreuzzaun) aus x-förmig angebrachten Holzlatten von der hinteren Grundstücksgrenze bis zum Anschluss an die Zaun-/Toranlage Ea1 bzw. Eb1 zu erhalten oder zu errichten. Wo ein offener, senkrechter Holzlattenzaun mit einer Elementhöhe von 0,8 m anstelle des Jägerzauns vorhanden ist (Grundstücke Fl.-Nrn. 793, 795 -Vischerstraße-) kann dieser beibehalten werden. Auf Höhe des historischen Anbaus (Teilflächen 2a und 2b) ist eine maximal 1,5 m breite und 0,8 m hohe Toranlage zulässig.

Als Farbe für die Zaun- und Toranlagen ist braun zulässig.

Der Jägerzaun bzw. Holzlattenzaun kann mit einem Lebendzaun (Hecke) bis 1,80 m Höhe hinterpflanzt werden bis auf Höhe der hinteren Baulinie der Hauptgebäude (Teilflächen 1a und 1b) bzw. Anschluss Einfriedung Ea2 bzw. Eb2 und auf dem folgenden Teilstück Ea2/Eb2 bis Ea1/Eb1 mit einem Lebendzaun (Hecke) bis 0,8 m Höhe. Hierfür geeignete Pflanzen siehe Teil IV „Empfehlungen und Hinweise“, Ziffer 6.

Für Einfriedungen der anderen -straßenabgewandten. Grundstücksgrenze und für die rückwärtige Grundstücksgrenzen gelten die Vorschriften für Einfriedungen Ea4/Eb4 und Ea5/Eb5 (siehe Teil III „Örtliche Bauvorschriften (Gestaltungssatzung)“, Ziffern A.6.4. und A.6.5.).

A.7. Gestaltung geschlossener Einrichtungen (Boxen/Schränke) auf den Stellplatzflächen Sta2 und Stb2

Für die geschlossenen Einrichtungen (Boxen/Schränke) auf den Stellplatzflächen Sta2 und Stb2 sind marktübliche Materialien/Konstruktionen wie Holz, Aluminium, Stahl und Kunststoff zulässig.

Als Farben sind braun, anthrazit, schwarz und grün zulässig.

Hinweis: eine bauliche Verbindung mit dem Hauptgebäude ist unzulässig.